02.11.2018

Loxxess weiter für Philip-Morris-Logistik verantwortlich

Rauchen tötet, Rauchen macht impotent, Rauchen verkürzt die Lebenszeit – kein Attribut kann schlimm genug sein, um den Verbrauchern den blauen Dunst zu verleiden. Alles umsonst? Es sieht so aus: Tabakhersteller Philip Morris expandiert in kaum gekanntem Maß und das mit seinem vertrauten Logistikdienstleister Loxxess.

Langjährige Zusammenarbeiter zwischen Philip Morris und dem Logistikdienstleister Loxxess

Was raucht ein Tabakhersteller?

Keiner schreibt André Calantzopoulos vor, ob er rauchen muss oder nicht. Sagt er jedenfalls der Fachzeitschrift „werben und verkaufen“ (w&v). Calantzopoulos ist Vorstandsvorsitzender von Philip Morris, dem global agierenden Tabakkonzern. Sieben der international umsatzstärksten Zigarettenmarken gehören zum Konzern, darunter Marlboro, Virginia Slims, L&M und Chesterfield. Das meiste Geschäft macht Philip Morris in Asien, danach folgen die EU und Osteuropa.

Die Politik wird nicht müde, sich immer neue Maßnahmen gegen das Rauchen einfallen zu lassen – und kassiert doch kräftig mit über die Tabaksteuer. Selbst Calantzopoulos will – halten Sie sich fest! – die Welt rauchfrei machen. Er raucht zwar noch Tabak und inhaliert Nikotin. Aber nicht aus einer üblichen Zigarette, in der Tabak verbrennt. Er zieht eine „Iqos“ vor. Das ist ein Tabakerhitzer, keine gewöhnliche E-Zigarette. Seine Funktionsweise fällt unter das sogenannte „Heating“: Der Tabak wird nicht wie beim gewöhnlichen Rauchen verbrannt, sondern auf gut 300 Grad erhitzt. Der Raucher konsumiert also Nikotin, soll aber auf die krebserregenden Stoffe verzichten können, die der Zigarettenrauch enthält.

Philip Morris investiert in Deutschland

Egal: noch brummt das Geschäft mit der guten oder schlechten, auf jeden Fall alten Zigarette. Es brummt so gut, dass der Konzern seine Logistikkapazitäten nachhaltig ausbaut. Erst im Sommer 2017 gab Philip Morris International Inc. (PMI) bekannt, 320 Millionen US-Dollar in ein neues Hightech-Werk in Dresden investieren zu wollen. In dem Werk sollen die Tabaksticks „Heets“ für den elektronischen Tabakerhitzer Iqos hergestellt werden.

Der Bau der 80.000 m² großen Anlage soll voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen sein. Wenn das Werk vollständig in Betrieb genommen sein wird, sollen dort etwa 500 Personen beschäftigt sein. Mit dem Bau der Hightech-Produktionsstätte bestärkt Philip Morris sein Bekenntnis zu Deutschland mit seiner langjährigen Tradition bei der Herstellung von Tabakprodukten.

„Die Investition ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg in eine rauchfreie Zukunft“,

erklärte Stacey Kennedy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH, laut einer Firmeninformation.

Philip Morris verlängert Vertrag mit Logistik-Dienstleister Loxxess

Zudem haben der Tabakkonzern und der Logistik- und Fulfillment-Spezialist Loxxess ihre Zusammenarbeit erweitert und verlängert. Laut einer Pressemitteilung der Unternehmen hat Philip Moris GmbH im Rahmen einer Ausschreibung die Übernahme weiterer Bereiche Loxxess anvertraut.

Somit geht die rund 30-jährige Zusammenarbeit um weitere drei Jahre in die Verlängerung. Sie umfasst jetzt auch Dienstleistungen der Zwischenlagerung und der produktionsversorgenden Logistik mit Rohtabak für das Werk von Philip Morris am Standort Berlin. Seit der Gründung im Jahr 1970 ist die Philip Morris Manufacturing GmbH (PMMG) über viele Jahre gewachsen.

Sie konnte sich den Angaben zufolge als führender Anbieter von Tabakwaren unter anderem mit den Marken Marlboro und L&M in Deutschland etablieren. Das Unternehmen gehört zu Philip Morris International Inc. mit Hauptniederlassung in Lausanne.

Fullservice von In- und Exportabwicklung bis Zollabwicklung

Die langjährige Zusammenarbeit mit Loxxess begann in den 80er Jahren. Loxxess übernahm zunächst die produktionsversorgende Logistik des Philip Morris Werks in Berlin. 1999 übernahm der Fulfillment-Spezialist auch die Lagerlogistik am Standort Berlin. Im Laufe der Zusammenarbeit kam die Produktionsver- und entsorgung mit Filtern und das Handling eines Fertigwaren-Lagers hinzu.

Seit 2016 ist Loxxess auch für die Lagerung von Langsamdrehern und Ersatzteilen im Werk der PMMG zuständig. Dazu zählen etwa Maschinenteile für die Produktionsanlagen. Des Weiteren zählt die In- und Exportabwicklung inkl. Versanddokumentation und Zollabwicklung zu den Loxxess übertragenen Aufgaben. Am Standort Berlin sind für Philip Morris 80 Loxxess-Mitarbeiter im Einsatz. Michael Claus, Supervisor LSP Management bei der Philip Morris Manufacturing GmbH, erläuterte die Auftragsvergabe:

„Loxxess ist als Fulfillment-Dienstleister bereits über lange Zeit ein kompetenter und verlässlicher Partner von Philip Morris. Nachdem Loxxess in der Ausschreibungsphase einmal mehr überzeugen konnte, bauen wir zukünftig auch in den neuen Bereichen auf die Dienstleistungen, Flexibilität und Kompetenz von Loxxess.“

Loxxess schafft zusätzliche Arbeitsplätze in Berlin

Im Zuge der Vertragserweiterung schafft Loxxess elf zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Berlin. Dr. Claus-Peter Amberger, Vorstand der Loxxess AG, zur Fortsetzung der Zusammenarbeit:

„Im Laufe der jahrzehntelangen Zusammenarbeit hat Loxxess zunehmend Aufgabenbereiche am Standort Berlin übernommen. Mit der Vertragserweiterung stellen wir diese Zusammenarbeit breiter auf und können Philip Morris ganzheitlich unterstützen.“
Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)