27.02.2017

Kauf auf Rechnung steht hoch im Kurs

Nur Bares ist Wahres. Online-Shopping und ein mögliches Ende des Bargeldes lassen die Kaufwahrheit etwas verblassen. Und den Nutzen der guten alten Rechnung übersieht man oft ganz. Dabei erlebt gerade sie derzeit Urstände, wie eine Studie jetzt belegt.

Kauf auf Rechnung

Relevanz des Kaufs auf Rechnung

Wer erwartet hat, der Kauf auf Rechnung würde im Online-Shopping an Relevanz verlieren, sieht sich getäuscht. Der Rechnungskauf liegt nach wie vor hoch in der Gunst der Verbraucher. Das zeigt eine neue Payment-Studie des ECC Köln, unter anderem unterstützt durch die Universum Group.

Rechnung Spitzenreiter bei Online-Kunden

Die Rechnung ist und bleibt demzufolge Spitzenreiter bei Online-Kunden. 84 Prozent der befragten Verbraucher zählen den Kauf auf Rechnung zu ihren favorisierten Zahlungsverfahren. Für vier von zehn Kunden ist er sogar weiterhin die beliebteste Zahlungsart. Zugleich hält die Nachfrage nach alternativen Verfahren an. Der Handel reagiert und bietet erkennbar mehr Zahlungsoptionen. Dabei legt der abgesicherte Rechnungskauf im Payment-Mix der Händler deutlich zu. Entsprechend steigt bei Online-Shops die Nachfrage nach Zusammenarbeit mit Payment-Dienstleistern.

Umfrage bei Konsumenten und Onlinehändlern

Für die „ECC-Payment-Studie Vol. 21 – Der Online-Payment-Markt aus Sicht der Händler und Konsumenten“ hat das ECC Köln, Netzwerk für E-Commerce und Cross-Channel, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger im Dezember 2016 1.765 Konsumenten befragt, davon 896 aus Deutschland, 411 aus Österreich und 458 aus der Schweiz. Darüber hinaus wurde von November 2016 bis Januar 2017 eine Umfrage unter 346 deutschen Onlinehändlern und Experteninterviews durchgeführt. Die ECC-Payment-Studie nimmt zum 21. Mal Bekanntheit, Nutzung und Bewertung von Zahlungsverfahren sowie Trendthemen im Payment-Markt aus Sicht von Online-Shoppern und Shop-Betreibern unter die Lupe.

Kernergebnisse der Studie

Aus Händlersicht wichtige Kernergebnisse der Studie sind:

  • 40,2 Prozent (Vorjahr 39,9 Prozent) der befragten Online-Shopper zahlen vorzugsweise per Rechnung. Für 84,4 Prozent der Kunden zählt der Rechnungskauf zu den Top 5 unter den Zahlungsarten.
  • 52,7 Prozent (Vorjahr 42,9 Prozent) der befragten Onlineshop-Betreiber haben in den letzten beiden Jahren neue Zahlungsverfahren aufgenommen.
  • Unter den neu aufgenommenen Zahlungsverfahren liegt die abgesicherte Rechnung mit 18,8 Prozent vorne – ein Plus von 9,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.
  • Im Durchschnitt sind sechs verschiedene Zahlungsverfahren im Payment-Mix der Händler, weitere zwei Verfahren sollen in den nächsten beiden Jahren hinzukommen.
  • 53,8 Prozent (Vorjahr 37,8 Prozent) der Onlinehändler arbeiten bereits mit Payment Service Providern zusammen oder planen dies.

Zusammenarbeit mit vielen Online-Shops

„Die Studien-Ergebnisse bestätigen unsere eigenen Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit vielen Online-Shops“, erklärt Ralf Linden, Direktor Sales & Marketing der Universum Group.

Für den Erfolg im Online-Handel komme es dabei auf zweierlei an:

  • Zum einen durch einen optimalen Mix von Zahlungsverfahren unterschiedlichen Kundenbedürfnissen entgegenzukommen und die Conversion-Rate, also die Umwandlung eines Interessenten in einen Kunden, zu steigern,
  • zum anderen die Zahlungssicherheit zu gewährleisten.

Mix an Zahlungsverfahren

Viele Online-Händler greifen mittlerweile auf Standardlösungen wie „FlexiPay“ von Universum zur Vorhaltung eines ausgewogenen Mixes an Zahlungsverfahren zurück. Solche Anwendungen passen das Payment-Portfolio flexibel an und reagieren auf die verschiedenen Kundenwünsche. Gleichzeitig garantieren sie die Zahlung über alle Vertriebskanäle.

Autor: Franz Höllriegel