06.04.2018

Imperial führt globales Logistikgeschäft zusammen

Bislang operierten bei dem südafrikanischen Logistikdienstleister Imperial die Logistikdivisionen unabhängig voneinander. Das soll sich ändern. Die südafrikanische Imperial Holdings Limited führt die Logistikaktivitäten unter der Dachmarke „Imperial Logistics“ zusammen.

Der südafrikanische Logistikkonzern Imperial legt seine Logistikaktivitäten in einem globalen Logistikgeschäft zusammen.

Neue Geschäftsphilosophie

One business, one Brand – ein Geschäft, eine Dachmarke. Und ein neues Logo. Das ist die neue Geschäftsphilosophie des südafrikanischen Logistikkonzerns Imperial. Nach dieser Devise führt der Konzern seine Logistik- und Supply-Chain-Aktivitäten der verschiedenen Divisionen zu einem einzigen globalen Logistikgeschäft zusammen.

Darin sieht man einer Pressemitteilung des Konzerns zufolge den Weg zu einem international anerkannten Tier-One-Anbieter von Value-add-Logistics, Supply-Chain-Management und Route-to-Market-Lösungen.

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Deutsche Tochter für internationales Geschäft verantwortlich

Als eine 100-prozentige Tochter der südafrikanischen Imperial Holdings Limited ist die deutsche Imperial Logistics International B.V. & Co. KG für die Koordination und Steuerung aller internationalen Logistikgeschäfte außerhalb von Afrika verantwortlich.

Das Dienstleistungsportfolio von Imperial Logistics International mit Hauptsitz in Duisburg ist in zwei Divisionen gebündelt:

  • In der Division Imperial Transport Solutions fasst der Konzern die Transportdienstleistungen in den Bereichen Shipping, Road und Express Freight zusammen.
  • Die Division Imperial Supply Chain Solutions umfasst alle Dienstleistungen in den Bereichen Contract Logistics und Warehousing für die Branchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Stahl, Retail und Consumer Goods sowie Chemie.

Prozessberater für Dritte

Auch außerhalb der reinen Logistikdienstleistung hat sich der Konzern eigener Einschätzung zufolge als Prozessberater für Dritte, Flottenmanager externer Pkw-Flotten sowie Anbieter branchenaffiner Versicherungsservices etabliert. Mit 9.000 Mitarbeitern erwirtschaftet Imperial Logistics International einschließlich der Neuakquisition Palletways einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro an 170 Standorten.

Erst letzte Woche hat der Aufzug- und Fahrtreppenhersteller Schindler Deutschland AG & Co. KG die Ersatzteillogistik neu aufgestellt. Diese wurde von Berlin in das Multi-User-Lager von Imperial Logistics nach Stockstadt am Rhein verlegt. Dort betreut Imperial Logistics seit dem Jahr 2012 namhafte Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Baumaschinenbranche.

Neben dem Standort Stockstadt am Rhein betreibt Imperial Logistics seit vielen Jahren in Herten ein weiteres Multi-User-Lager für die Ersatzteillogistik. Beide Multi-User-Lager gewährleisten eine gleichbleibende Auslastung von Lagerflächen und Personal. Von den daraus resultierenden Synergieeffekten profitieren besonders die Kunden in Form geringerer Kosten.

Kundenzentriertes Denken dank Dachmarke

„Wir konzentrieren uns darauf, maßgeschneiderte Lösungen zu liefern, welche die Wettbewerbsfähigkeit und Relevanz unserer Kunden fördern“, sagt Marius Swanepoel, CEO der neuen globalen Logistikorganisation.

Eine Dachmarke fördere dieses kundenzentrierte Denken, ist er überzeugt.

Von der Zusammenlegung der regionalen Aktivitäten in einer globalen Logistikeinheit sollen die Kunden des Konzerns in vielerlei Hinsicht profitieren. So würden beispielsweise weltweit einheitliche IT- und Qualitätsstandards eingeführt, Geschäftsprozesse beschleunigt und der Know-how-Transfer über regionale Märkte hinweg sichergestellt.

„Strategische Prioritäten wie eine tadellose Auftragserledigung können mithilfe der dabei entstehenden Synergien besser umgesetzt werden“, so Swanepoel.

Carsten Taucke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, erklärt:

„Mit dem Zusammenwachsen zu einem globalen, klar gegliederten und integrierten Logistik- und Supply-Chain-Business können wir Wissen und Kompetenzen aus den angestammten Geschäftsfeldern besser teilen und auf andere Länder übertragen.“
Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)