26.10.2017

Einkaufsplattform HäRa nutzt jetzt Swoplo

Leere Paletten, Kisten und Container nicht da, wenn man sie braucht – die Internetbörse Swoplo will helfen, teure Fahrten mit Leergut zu vermeiden. Die Einkaufsplattform HäRa gehört jetzt auch zu Logistikdienstleistern, die die Vorteile des Lademittelnetzwerkes Swoplo verfügbar machen.

Einkaufsplattform HäRa verwendet Swoplo

Immer mehr Unternehmen nutzen Swoplo

Neben einer immer weiter steigenden Anzahl von Einzelunternehmen, Speditionen und Logistikdienstleistern nutzen auch vermehrt Verbünde und Kooperationen die Vorteile des Lademittelnetzwerkes Swoplo. Jüngstes Beispiel ist die Einkaufsplattform „HäRa – die Plattform für Einkauf, Synergie und innovative Lösungen“ aus Schwäbisch Gmünd.

Einkaufsplattform HäRa setzt auf Netzwerke

HäRa bietet Handels-, Industrie-, Verkehrs- und Logistikunternehmen eine Einkaufsplattform zur Bündelung von Synergien, Wissen und Erfahrungen. „Wir glauben, dass man in Netzwerken bessere Ergebnisse erreichen kann, als als Einzelunternehmen“, so Hans-Peter Häberle, Geschäftsführer der HäRa. Grundgedanke des HäRa-Einkaufsnetzwerkes sei der Grundidee von Swoplo sehr ähnlich. Beide sehen den Nutzen darin, Transparenz über Angebote und Nachfragen zu schaffen und über diese Transparenz ein besseres Gesamtergebnis für alle Beteiligten zu erzielen.

Swoplo Online-Palettenbörse vermittelt Holzpaletten

Die Online-Palettenbörse der Swoplo AG bietet eigenen Angaben zufolge gegenwärtig fast 200.000 Lademittel an 168 Standorten aus ganz Deutschland zum Kauf an. Dabei handelt es sich zu rund 50 Prozent um Euro-Holzpaletten. Den zweiten Teil machen andere Ladungsträger wie Gitterboxen oder Fleischkisten aus. Wer für seine Ladungsträger keine Verwendung hat, kann sie im Swoplo-Netz zum Verkauf anbieten. „Das kann bei einigen Speditionen, die sich nicht sorgfältig um ihre Paletten kümmern, einige 1.000 Euro pro Monat ausmachen“, zitiert „DVZ“ Andreas Günkel, Vorstandsvorsitzender der Swoplo AG.

Von Haller: Datenqualität oft verbesserungsfähig

„Die Datenqualität ist oft verbesserungsfähig und die Bestandsführung umlaufender Lademittel häufig unvollständig“, beklagt Maximilian von Haller, Gründungsaktionär und Swoplo-Vorstandsmitglied, in dem Bericht. Deshalb sei es notwendig, in einem ersten Schritt die Defizite aufzudecken und die Angaben zu bereinigen und zu vervollständigen. Oft gebe es „tote Konten“, auf denen Palettenguthaben „schlummern“. Bei Realisierung könnten da 3.000 bis 4.000 Euro für eine mittelständische Spedition monatlich herauskommen, weiß von Haller aus Erfahrung.

Unbereinigte Palettenkonten

Auf der anderen Seite enthielten unbereinigte Palettenkonten für Spediteure auch Gefahrenpotenziale. Wenn Palettenschulden in einer größeren Anzahl zum ungünstigen Zeitpunkt eingefordert würden, seien Probleme programmiert. Das gelte es zu verhindern. Deshalb bietet Swoplo jetzt auch Beratungen für Unternehmen an. Ein bis zwei Manntage, also bis rund 2.000 Euro, werden für Analyse und Lösungsvorschläge der Bereinigung veranschlagt. „Das amortisiert sich oft schon im ersten Monat“, betont von Haller. Dieser Betrag wird mit späteren Transaktionen verrechnet.

1.500 vergütungspflichtige Transaktionen

Auf der Online-Palettenbörse der Swoplo AG fanden dem Bericht in der „DVZ“ zufolge in den vergangenen acht Monaten 1.500 vergütungspflichtige Transaktionen statt. Die Zahl der ausgeführten Transaktionen wachse stark. Mit einigen großen Kunden sei  man zurzeit im Gespräch. Geplant sei, bis Mitte 2018 rechnerisch auf rund 13.000 Transaktionen pro Jahr zu kommen. Für 2019 erwartet man sogar über 100.000 Transaktionen.

Die Vorteile für die Mitglieder des HäRa-Einkaufsnetzwerks und der Kooperation mit swoplo werden am 9. und 10.11.2017, jeweils zwischen 10 und 17 Uhr, auf dem HäRa-Kongress- & Innovationstag in der Oldtimer-Manufaktur B26 in Schwäbisch Gmünd den Mitgliedern des HäRa-Netzwerkes und interessierten Unternehmen vorgestellt.

Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)