12.03.2019

Einkauf: Termintreue und Preise optimieren

Termintreue und Preise sowie Qualität – bei Smart-Metering-Anbieter Theben AG gehören derlei Attribute schon zur DNA, vor allem bei der Beschaffung. Wie deren Kosten sich trotzdem noch senken lassen, wollte das Unternehmen wissen. Es unterzog seinen Einkauf zu diesem Zweck einem tief greifenden Optimierungsprozess.

So kann man Termintreue und Preise sowie Qualität in der Beschaffung optimieren.

Theben AG optimiert Beschaffung

Der Einkauf der Theben AG muss vor allem einen hohen Beschaffungsaufwand an strategischen Materialien bewältigen. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, Termintreue und Preise, aber auch die Qualität zu optimieren.

Das Unternehmen stellt Smart-Home- und Smart-Energy-Lösungen her, also Zeit-, Licht-, Klimasteuerungen, Präsenz- und Bewegungsmelder sowie LED-Strahler und Geräte zur Haus- und Gebäudeautomation. Die Unternehmensgruppe ist eigenen Angaben zufolge in über 60 Ländern vertreten. Neben Deutschland verfügt die Gruppe über eigene Tochterunternehmen in Frankreich, Großbritannien, Italien, der Schweiz sowie in den Niederlanden und in Singapur.

Im Fokus: Termintreue und Preise sowie Qualität

Wie „elektronikpraxis“ berichtet, hat das Unternehmen seine Beschaffung und deren Termintreue, Preise und Qualität unter die Lupe genommen. Die Herausforderungen lagen bei den volatilen Rohstoffpreisen sowie dem steigenden Auftragseingang. So zititert die Elektronikplattform Thomas Sprauer, den Einkaufsleiter der Theben AG:

„Durch das Optimierungsprojekt konnten wir nicht nur Kosten senken, sondern auch unsere Prozesse nachhaltig optimieren, um mehr Zeit im Einkaufsalltag für strategisch wichtige Aufgaben zu gewinnen.“

Das Unternehmen arbeitet bei seiner Beschaffung mit teilweise sehr kleinen inhabergeführten Lieferanten zusammen. Das bedarf eines intensiven und dem Lieferanten jeweils angepassten Kommunikationsaufwands, um alle Partner für das Optimierungsprojekt zu gewinnen.

Ziel: Beschaffungs- und Produktkosten mittelständischer Unternehmen verbessern

Den Optimierungsprozess begleitete die Düsseldorfer Unternehmensberatung Kloepfel. Das multinationale Beratungsunternehmen ist auf die Verbesserung von Beschaffungs- und Produktkosten mittelständischer Unternehmen spezialisiert. Ziel seiner Projekte ist es, die Unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte, den Einkauf und damit die Liefer- und Wertschöpfungskette fit für die Zukunft zu machen.

„Man muss nicht immer gleich den Lieferanten wechseln, um Kosten zu senken“,

resümiert Kevin Kleemann, Senior Consultant bei Kloepfel Consulting, auf „elektronikpraxis“. Allein schon in den Verhandlungen mit den Bestandlieferanten und in der Optimierung der Prozesse sieht er viel Potenzial.

Ergebnis: Einkaufskosten gesenkt

Die Einkaufskosten der Theben AG senkt Kloepfel unter anderem durch:

  • Lieferantenrecherchen
  • Ausschreibungen
  • Workshops
  • Verhandlungen

Dabei verbesserte man neben diversen Gemeinkosten etwa für Büromaterial, Versicherungen, Marketing und Messebau auch solche für Verpackungen, Stanz- und Drehteile, Elektrobauteile und Logistik.

Eine besondere Herausforderung des gesamten Prozesses: Operation am offenen Herzen. Die Theben AG sollten die Optimierer von Kloepfel so wenig wie möglich im Tagesgeschäft beeinträchtigen. Zugute kam ihnen dabei die tatkräftige Unterstützung der Mitarbeiter und Partner.

Zudem saßen die externen Mitarbeiter von Kloepfel Consulting während des gesamten Projekts gemeinsam mit dem Einkauf in einem Büro. So habe man viele Punkte auf dem kurzen Dienstweg besprechen können. Zur nachhaltigen Sicherung der Einsparungen wurden die Einkäufer in Vorbereitung und Durchführung von Ausschreibungen und Verhandlungen weiterqualifiziert.

Autor: Friedrich Oehlerking (Friedrich Oehlerking ist Journalist und Autor des Werkes Wirtschaftswissen für den Betriebsrat.)