20.05.2019

Digitale Transformation im Einkauf: Läuft bei Ihnen?

Mangelnde Eingliederung von Lieferanten, geringe Akzeptanz beim Benutzer – es liegen noch einige Steine im Weg bei der digitalen Transformation in der Beschaffung. Viele Unternehmen meinen, sie seien schon weit vorangeschritten. Dass dem aber nicht so ist, zeigt jetzt eine Studie von Ivalua.

Die digitale Transformation im Einkauf ist noch nicht so weit gediehen, wie manche Unternehmen es einschätzen: Da ist noch viel Luft nach oben.

Mehrheit der Unternehmen hält sich selbst für fortschrittlich

Überraschenderweise überschätzen die meisten Unternehmen den Entwicklungsstand ihrer Digitalisierung deutlich. Das zeigt eine von Forrester Consulting im Auftrag von Ivalua durchgeführte Studie: Nur 16 Prozent der Beschaffungsabteilungen verfügen demnach wirklich über einen hohen Grad an digitaler Reife – mit entsprechenden Wettbewerbsvorteilen gegenüber ihren Konkurrenten. In den meisten Unternehmen liegt die digitale Transformation im Einkauf noch sehr im Argen.

Die weit überwiegende Mehrheit von 65 Prozent der befragten Unternehmen sieht sich jedoch selbst als fortschrittlich an. Ivalua, ein führender Anbieter von Spend-Management-Lösungen in der Cloud, hatte die Marktforscher von Forrester nach dem Status der digitalen Transformation, den aufgetretenen Hindernissen und den Erfolgsfaktoren fragen lassen.

Index zum Reifegrad der digitalen Transformation im Einkauf

Forrester nutzte dafür einen Index, um den tatsächlichen digitalen Reifegrad der Unternehmen in diesen Sparten zu bewerten:

  • Struktur
  • Strategie
  • Prozesse
  • Kennzahlen
  • Technologien
 „Procurement Manager können echte Wettbewerbsvorteile schaffen“, sagt David Khuat-Duy, Corporate CEO von Ivalua.

Die digitale Transformation hält er für entscheidend für den Unternehmenserfolg. Sie erfordere eine realistische Einschätzung des aktuellen Reifegrads, eine klare Vision für jede Phase der Entwicklung und die richtige Technologie.

Verschiedene Hindernisse

Die Hindernisse, auf die die befragten Unternehmen stoßen, unterscheiden sich je nach Stadium der Transformation erheblich. Die Technologie müsse man sowohl anhand der aktuellen als auch der zukünftigen Anforderungen bewerten. Zu Beginn seien mangelndes Budget und fehlende Unterstützung durch die Geschäftsleitung die Haupthindernisse.

Weiter fortgeschrittene Unternehmen hätten mit einer durchwegs schlechten Integration in ihre Source-to-Pay-Systeme zu kämpfen. 60 Prozent der fortschrittlichen Unternehmen planen dementsprechend aller Voraussicht nach die Implementierung einer vollständigen E-Purchasing-Suite.

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Unzureichende Technologie-Entscheidungen

Wie die Studie weiter zeigt, treffen Unternehmen häufig unzureichende Technologie-Entscheidungen. Damit aber behindern sie die digitale Transformation. Mehr als drei Viertel (82 Prozent) der befragten Unternehmen hätten ihren Anbieter bereits gewechselt oder dächten über einen Wechsel nach. Die Hauptgründe dafür seien:

  • schlechtes Onboarding, also schlechte Eingliederung der Lieferanten (30 Prozent)
  • geringe Benutzerakzeptanz (27 Prozent)

Das rasche Onboarding von Lieferanten sei entscheidend für jede Technologieeinführung. Aber nur 17 Prozent der Unternehmen sind der Studie zufolge in der Lage, neue Lieferanten in weniger als einem Monat einzubinden; 59 Prozent benötigen zwischen einem und drei Monaten pro Lieferant.

Digitale Transformation im Einkauf beschleunigen

„Um sicherzustellen, dass eine Technologie die Transformation der Beschaffung ermöglicht und nicht behindert, müssen Führungskräfte bei der Bewertung von Alternativen ihre aktuellen und zukünftigen Anforderungen berücksichtigen“, ergänzt David Khuat-Duy.

Damit gewährleisteten sie stetigen Fortschritt sowie die Fähigkeit, Wettbewerbsvorteile zu generieren. Sein Unternehmen sei so aufgestellt, dass es jede Phase der digitalen Transformation unterstützen und beschleunigen könne. Die Plattform helfe Unternehmen dabei, Hindernisse wie mangelhaftes Onboarding von Lieferanten und eine geringe Benutzerakzeptanz zu überwinden. Deshalb habe man auch alljährlich eine Kundenbindungsrate von über 98 Prozent.

Downloaden der Studie

Die vollständigen Ergebnisse der Studie können Sie auf der Website von Ivalua downloaden, nachdem Sie sich dort registriert haben: Executing A Successful Procurement Transformation.

Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)