News | Einkauf
26.05.2016

BME: Kostenunterschiede zur Dritten Welt verflachen

Die extremen Kostenunterschiede zwischen der Ersten und der Dritten Welt in den letzten Jahrzehnten waren eine „eher unnormale Phase der Ausbeutung“. Diese Kostenunterschiede ebnen sich langsam ein. Das sagte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank, auf dem 50. BME-Symposium in Berlin zu „EKa- Brief“. Viele aufstrebende Volkswirtschaften hätten in den vergangenen zwei Jahrzehnten ihre Industriesektoren aufgebaut. Nun komme diese Phase zu einem Abschluss. „Die Globalisierung macht eine Pause“, so Kater.

BME© kbuntu /​ fotolia.com

Einkäufer erkennen die Notwendigkeit zum Handeln

In diesem Kontext sehen sich vor allem Einkäufer in Deutschland gefordert. Sein Verband habe mit seinen 9.300 Mitgliedern und deren jährlichem weltweitem Beschaffungsvolumen von 1,25 Billionen Euro 2013 die Notwendigkeit zum Handeln auch für sich selbst erkannt, sagte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des BME.

Der Einkäuferverband bereite sich im Rahmen seiner Strategie „BME 2030“ mit neuen Ansätzen, Leistungsangeboten und internationaler Ausrichtung auf die Zukunft vor.

Das Fundament von BME 2030

Feldmann gegenüber „EKa-Brief“: „Wir haben seit vielen Jahren einen entsprechenden Code of conduct.“ Damit verpflichteten sich die Mitgliedsunternehmen zu Mindeststandards beim Einkauf, von Kinderarbeit über Umweltschutz bis hin zu Antikorruption und Wettbewerbsrecht.

Feldmann: „Unser Verständnis von ethisch verantwortungsvollem Einkauf und Logistik bildet das Fundament auch von ‚BME 2030‘.“

Die Verantwortung der Pharmaindustrie

Man arbeite zusammen mit der Bundesregierung etwa an Zulieferkooperationen zur Förderung von nachhaltiger Beschäftigung in Billiglohnländern. Als Beispiel für seine nachhaltige Strategie nannte Feldmann den vom BME durchgeführten 1st Global Pharma Supply Chain Congress vom 22. bis 25. Februar 2016 in Frankfurt/Main.

Hier wurde neben Best Practices des Einkaufs erstmals für eine Branche, hier der Pharmaindustrie, deren Verantwortung etwa im Rahmen der Versorgung mit Arzneimitteln in Drittweltländern schwerpunktmäßig berücksichtigt.

Der BME informiert auf seiner Website über seinen Code of conduct bzw. die BME-Verhaltensrichtlinie.

Autor: Franz Höllriegel 

Produkte und Veranstaltungen

Produktempfehlungen