10.07.2017

Betriebsverlagerer Harder vergibt 2-Millionen-Auftrag für Nutzfahrzeuge

Harder logistics Neu-Ulm investiert zwei Millionen Euro in den Fuhrpark. Allein für dieses Jahr hat der Betriebsverlagerer dafür acht Neufahrzeuge geordert, darunter einige Sonderanfertigungen. Eigenen Angaben zufolge machte das Unternehmen seinen bislang höchsten Umsatz.

Tieflader

Spezial-Tieflader mit 33 t Nutzlast

Die größte Investition entfällt auf einen Spezial-Tieflader. Dieser hat eine maximale Nutzlast von 33 t bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 53 t. Individuell gefertigt wurden unter anderem die Auffahrrampe und die Belastungssysteme für besondere Punktlasten. Außerdem wurden zwei neue Auflieger sowie fünf neue Transporter bis 3,5 t bestellt. Auch unter diesen Fahrzeugen befinden sich zwei Sonderanfertigungen.

Das teilt das Unternehmen Anfang Juli 2017 in einer Information für die Presse mit. Durch die innovative Konstruktion des Aufbaus ist demnach eine höhere Zuladung mit mehr Volumen möglich. Ein Prototyp sei bereits seit 2016 erfolgreich im Einsatz. Ein 16-t-Gabelstabler und Luftkissentechnik für Maschinentransporte runden die Modernisierung und Erweiterung des Equipments ab.

Integrierter Dienstleister für Betriebsverlagerungen

Die Harder logistics GmbH & Co.KG mit Hauptsitz in Neu-Ulm wurde 2003 gegründet. Das Unternehmen sieht sich als integrierter Dienstleister für Betriebsverlagerungen und Industriemontagen. Ergänzende Geschäftsbereiche sind Aktenmanagement und das Clean-up. Hierbei geht es um Rückführung von Immobilien in den Ursprungszustand.

Zu den Kunden zählen Unternehmen wie Diehl Aircabin, Liebherr, L’Oréal und Beiersdorf. Mit 85 Mitarbeitern erzielt der Systemanbieter eigenen Angaben zufolge einen Jahresumsatz von etwa zehn Millionen Euro. Der Fuhrpark umfasst 30 Fahrzeuge – darunter Spezialanfertigungen, die Anlageneinzelstückegewichte bis 120 t bewegen. Auf dem Firmengelände stehen 12.500 m² große Hallen sowie 15.000 m² Freiflächen zur Verfügung. Weitere Büros befinden sich in Ulm, Aalen und Leipzig.

Konsequente Personalentwicklung bei Harder

Bei einem Umsatzplus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr lag der EBIT im zweistelligen Prozentbereich, resümiert der geschäftsführende Inhaber Marcello Danieli. Mit dem Erfolg einher gehe eine konsequente Personalentwicklung. Elf zusätzliche Mitarbeiter konnten 2016 gewonnen werden. Diese sollen den gewerblichen Bereich weiter stärken.

Besonders positiv entwickelten sich die Überseeaktivitäten bei den Industrieverlagerungen. Trug dieses Geschäftsfeld 2015 etwa zehn Prozent zum Gesamtumsatz bei, verdoppelte sich der Anteil 2016. Für dieses Jahr erwartet Danieli ein ähnliches Ergebnis.

Aktenmanagement, Self-Storage und Clean-up

Überdurchschnittlich legten auch die Geschäftsbereiche Aktenmanagement, Self-Storage und Clean-up zu. Im Aktenmanagement zählt Danieli in seinen Hallen mittlerweile 36 km Akten. Im Jahr 2015 waren es noch 26 km.

Im Segment des Self-Storage von Containern waren im vergangenen Jahr 120 Einheiten auf dem Gelände von Harder logistics eingelagert. Aktuell prüft das Unternehmen einen Ausbau dieses Bereichs für 2018.

Aufträge von Osram, Diehl und Bosch

Zu den Auftraggebern 2016 zählen namhafte Unternehmen:

  • Der Leuchtmittelhersteller Osram verlagerte verschiedene Standorte im bayerischen Raum mit Harder logistics.
  • Der Flugzeugzulieferer Diehl weitete seine Zusammenarbeit mit dem Betriebsverlagerer auf die Standorte Hamburg und das ungarische Nyírbátor aus. Bei Diehl Comfort Modules in Hamburg wurden knapp 300 Arbeitsplätze verlagert, 8.500 m² Fläche in den Ursprungszustand zurückversetzt und insgesamt 40 Lkw-Ladungen transportiert.
  • Im weltweiten Geschäft war Harder für Bosch mit Projekten in den USA, der Türkei und China aktiv.

Investitionen in Personalentwicklung, Fahrzeuge und Spezialequipment

Insgesamt hält Danieli fest, dass sich die kontinuierlichen Investitionen in Personalentwicklung, Fahrzeuge und Spezialequipment auszahlen. Danieli: „Sie sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für unsere Geschäftsentwicklung.“

Man habe in den vergangenen 14 Jahre ein großes Know-how, einen innovativen Fuhrpark sowie Spezialequipment wie beispielsweise die Montageplattform aufgebaut. Das zahle sich jetzt aus. Man wachse mit den Kunden.

Gute Erfahrungen mit Mercedes

Gute Erfahrungen habe man dabei mit Fahrzeughersteller Mercedes gemacht. Auch der neue Auftrag über acht Fahrzeuge ging an die Stuttgarter Fahrzeugschmiede. Sonderanfertigungen seien bei Harder logistics aufgrund der individuellen Anforderungen an einen Betriebsverlagerer und Anlagenlogistiker die Regel.

Zur Website von Harder logistics geht es hier: www.harder-logistics.com.

Autor: Franz Höllriegel