28.02.2019

Bayernhafen Regensburg: Spatenstich für Logistikimmobilie

Binnenschiff, Bahn und Lkw – am Bayernhafen Regensburg wachsen die Verkehrsträger zusammen. Hier ist eine Drehscheibe für den Güterverkehr im ostbayerischen Raum. Sie will Kühne + Nagel für Verkehre nutzen. Der Bayernhafen Passau bekam zudem einen neuen Hafenmobilkran.

Bayernhafen Regensburg

Kühne + Nagel bezieht Logistikimmobilie von Goodman

Kühne + Nagel bezieht am Standort Regensburg eine neue, moderne Logistikimmobilie von Goodman. Goodman ist ein globaler, börsennotierter Immobilienkonzern mit Unternehmensfokus auf Entwicklung, Besitz und Verwaltung industrieller und gewerblicher Liegenschaften weltweit. Der Konzern investiert in Distributionszentren, Lagerhallen sowie Gewerbegebiete und Büro- und Gewerbeparks.

Eine Reihe notierter und nichtnotierter Immobilienfonds bietet Investoren Zugang zu Goodmans spezialisierten Dienstleistungen und Anlageprodukten. Auf dem insgesamt rund 35.000 m² großen Grundstück errichtet Goodman ein etwa 16.000 m² großes Logistikzentrum mit Mezzanin-Zwischengeschoss und Büroräumen.

Wachstumstreiber Logistikregion Regensburg

Der Bayernhafen Regensburg steht für die Verbindung im Im- und Export der regionalen Wirtschaft. Das 185 Hektar große Hafengebiet beherbergt mehr als 80 Unternehmen, die rund 1.800 Arbeitsplätze schaffen. Bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann:

„Das Projekt an der Bukarester Straße ist ein gelungenes Beispiel für die Bayernhafen-Strategie, durch Konversion Flächen neu zu verwerten, anstatt auf der grünen Wiese neu zu bauen.“

Rund zehn Jahre lag seinen Angaben zufolge das Grundstück brach. Bayernhafen befreite es u.a. von Fundamentresten und verbliebenen Gebäudeteile sowie Altlasten. Als Grundstückseigentümer sorgt Bayernhafen mit Miet- und Erbbaurechtsverträgen dafür, dass durch eine Art permanenter Konversion sparsam mit Flächen umgegangen wird.

K+N-Dienstleistungen im Bayernhafen Regensburg

Logistikdienstleister Kühne + Nagel will seinen Kunden im neuen Logistikzentrum umfangreiche Dienstleistungen anbieten. Diese sollen höchsten Ansprüchen genügen: an Sicherheit, Qualität und Schnelligkeit rund um komplexe Lieferketten, Lagerung und Transport von Produkten. So äußerte sich Henning Mack, Regionalleiter Bayern von Kühne + Nagel, in eine Mitteilung von Goodman an die Presse.

Der Neubau sei ein „klares Bekenntnis zum Standort Regensburg und zur starken ostbayerischen Wirtschaft“. Man schaffe damit die Infrastruktur, damit sich Kunden „bestens weiterentwickeln“ können. Dafür habe sich Kühne + Nagel auch das Vorgriffsrecht für die zweite Einheit des neuen Logistikzentrums gesichert.

Hotspot für Güterverkehr

Christof Prange, Head of Business Development bei Goodman Germany, sieht Bayernhafen als logistischen Hotspot für den Güterverkehr und die Binnenschifffahrt in Bayern. Mit mehr als 400.000 Mitarbeitern sei die Logistikbranche in Deutschlands größtem Bundesland ein Wachstumstreiber.

Deshalb habe sich Goodman frühzeitig um Logistikflächen in der Region bemüht. Man werde noch weitere Flächen zur Entwicklung dort prüfen.

Neuer Hafenmobilkran für Passau

Auch Bayernhafen Passau kann sich über Positivnachrichten freuen. Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, nahm hier am 18. Februar 2019 einen neuen Hafenmobilkran in Betrieb. Der Kran vom Typ LHM 420 kann Einzellasten mit einem Gewicht von bis zu 120 Tonnen umschlagen – nahezu das Doppelte seines Vorgängers. Es ist der weltweit erste Hafenmobilkran aus dem Hause Liebherr, der die Abgasreinigungsstufe V erfüllt. Bayernhafen investiert in seine trimodale Infrastruktur und schafft damit in Passau die Voraussetzungen für das Erschließen neuer Geschäftsfelder.

Der neue Hafenmobilkran kann sowohl für Schüttgut, Stückgut als auch den Containerumschlag genutzt werden. Auch für den Umschlag von Schwergut wie z.B. kompletten Windkraftanlagen ist der neue Kran gerüstet. Mit dem bisherigen Kran konnten zwar die relativ leichten Windflügel umgeschlagen werden – für die schweren Türme und Aggregate mit Stückgewichten von bis zu 100 t wurde allerdings ein externer weiterer Kran benötigt.

Der neue 120-t-Kran schafft dies alleine, das macht die Abläufe noch schneller und effizienter. Bayernhafen stärkt so die besondere Rolle des Standorts Passau für Schwergut- und Volumentransporte – ”eine starke Basis für weiteres Wachstum und die Erschließung neuer Geschäftsfelder”, so Bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmermann.

Autor: Friedrich Oehlerking (Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)