03.07.2020

Badische Stahlwerke beauftragen Sievert Logistik

Stahl aus Kehl am Rhein genießt hohes Ansehen – nicht zuletzt aufgrund einer ausgeklügelten Logistik für die Versorgung und die Entsorgung. Ein lukrativer Auftrag, den sich jetzt Logistik Sievert aus Lengerich sichern konnte. Sie wickelt den Auftrag über ihren Standort unweit Kehl ab.

Badische Stahlwerke

Badische StahlwerkeStahl aus Kehl

Die Sievert Logistik SE hat mit der Badische Stahlwerke GmbH (BSW) in Kehl einen namhaften Neukunden gewonnen. Das Unternehmen, das eigenen Angaben zufolge zu den weltweit führenden Elektrostahlwerken zählt und vornehmlich hochwertigen Bewehrungsstahl produziert, hat den Logistikspezialisten mit einem Großauftrag betraut.

Der Kontrakt mit einer Laufzeit von zunächst einem Jahr umfasst die Belieferung und Entsorgung des Werks mit Rohstoffen und Stahlwerksstäuben. Stahl kommt seit den 1960er Jahren aus Kehl am Rhein. Die BSW sind Teil der Kehler Unternehmensgruppe und bieten ein umfassendes Portfolio an Produkten rund um den Stahl an, u.a.:

  • Betonstahl
  • Walzdraht
  • Stranggussknüppel
  • Bewehrungsprodukte

Mehr als 1300 Mitarbeiter tragen eigenen Angaben zufolge den Erfolg, „vom Schrott zum Stahl in nur vier Stunden“, wie es in einer BSW-Veröffentlichung heißt. Und das immer unter der Prämisse, alle Möglichkeiten der Qualitätssicherung auszuschöpfen, der Arbeitssicherheit einen hohen Stellenwert zu geben und die Einhaltung des umfassenden Umweltschutzprogramms zu gewährleisten.

Kernkompetenz individuelle Logistiklösungen

Die Sievert Logistik SE ist ein branchenübergreifender Transport- und Logistikdienstleister. Kernkompetenz des Unternehmens mit Sitz im westfälischen Lengerich ist die Konzeption individueller Logistiklösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für die verladende Industrie. Neben Lagerwirtschaft, Silo-Transporten und Transporten mit Planen-Lkw bietet das Unternehmen als einer der führenden Baustofflogistiker in Deutschland auch intermodale Lösungen per Eisenbahn und Schiff an. Umfangreiche Value Added Services bis hin zu E-Commerce-Lösungen runden das Dienstleistungsangebot ab.

Zu den häufigsten Transport- und Lagergütern zählt das Unternehmen in einer Pressemitteilung:

  • lose sowie gepackte Baustoffe,
  • Drogerie- und Hygieneartikel,
  • Getränke,
  • Energiestoffe,
  • Reststoffe,
  • staubige und rieselfähige Güter

palettierte Güter für unterschiedliche Branchen.

Tochterunternehmen der Sievert AG, Osnabrück

Mit Niederlassungen ist das Unternehmen an 16 Standorten in Deutschland und einem Standort in den Niederlanden vertreten. Mit insgesamt rund 500 Mitarbeitern hat es im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 109 Millionen Euro erzielt.

Zu den Tochterunternehmen gehören die Sievert Gass GmbH, ein Transportdienstleister mit Sitz im baden-württembergischen Hausach und die NTM B.V. mit Sitz in Hardenberg (Niederlande). Die Sievert Logistik SE gehört ihrerseits zur Sievert AG (Osnabrück), mit einem Umsatz von rund 400 Millionen Euro und rund 1700 Mitarbeitern an weltweit rund 60 Standorten sieht sich Sievert als eines der führenden Unternehmen der deutschen Bauwirtschaft.

Kompfe: spezielle Anforderungen und hohe Komplexität

„Solche Aufträge mit speziellen Anforderungen und hoher Komplexität bedürfen für die Abwicklung geschultes Personal und zuverlässige Prozesse“, sagt Holger Kompfe, Prokurist und Leiter der Entsorgungslogistik der Sievert Logistik SE.
Um die Entsorgung der Filterstäube an sieben Tagen in der Woche gewährleisten zu können, wickelt die Sievert Logistik den Auftrag vornehmlich über ihren nur 40 Kilometer von Kehl entfernten Standort in Hausach ab. Eine vorausschauende Planung sorgt zudem dafür, dass die Transporte grundsätzlich von denselben Fahrern durchgeführt werden, die speziell hierfür geschult wurden und mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut sind.

Silokapazität nie in den kritischen Bereich laufen lassen

Versorgungs- wie auch Entsorgungsverkehre disponiert der Logistikspezialist in Eigenregie. Die höchste Priorität der Versorgungsdisposition ist, die werkseigene Silokapazität nie in den kritischen Bereich laufen zu lassen. Aus diesem Grund können die Sievert-Disponenten die Füllstände jederzeit online einsehen.

Da ein Teil der Transporte über die Schiene abgewickelt wird, stehen sie zudem zur Abwicklung der Vorlaufverkehre vom Werk zum Verladebahnhof in Kehl in engem Kontakt mit der Deutschen Bahn. Vorgabe der Badische Stahlwerke GmbH für die Beauftragung war darüber hinaus, dass die Abwicklung zu 100 Prozent im Selbsteintritt erfolgt.

Gleichzeitig sollte der Logistikdienstleister sowohl technisch als auch personell über Kapazitäten verfügen, die eine flexible Reaktion auch in Spitzenzeiten erlauben.

„Hier zeigt sich einmal mehr, dass es strategisch richtig war, die Dispositionen unserer Standorte Heilbronn und Hausach zusammenzulegen“, so Kompfe.

Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)