07.08.2017

Autokartell: Preisabsprachen beim Einkauf von Stahl

Fünf deutschen Autokonzernen werden Kartellabsprachen vorgeworfen. Sie sollen sich über die Abgasreinigung bei Dieselmotoren abgesprochen haben. Ausgelöst wurde der Verdacht der Kartellhüter aber aus anderer Richtung: Sie ermitteln seit 2016 zu Absprachen beim Stahl-Einkauf. Das Autokartell und seine Geschichte: Lesen Sie mehr.

Autokartell: Preisabsprachen beim Stahleinkauf

Hinweise auf Autokartell nebenbei gefunden

Razzien von Bundeskartellamt, Polizei und Landeskriminalämtern schreckten am 23. Juni 2016 die Automobilindustrie auf. Die Beamten durchsuchten zahlreiche Firmenräume von Autoherstellern im gesamten Bundesgebiet. Das berichtete „FAZ.net“ bereits 2016. Was sie suchten: Hinweise und Beweismittel auf unerlaubte Absprachen beim Einkauf von Stahl. Was die Ermittler laut einem Bericht des „Spiegel“ jetzt sozusagen nebenbei gefunden haben: belastendes Material zu einem Kartell der deutschen Autohersteller. Das vermutliche Autokartell gab es wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten.

Laut eigener Aussage führen die Wettbewerbshüter kein Verfahren zu möglichen Absprachen im technischen Bereich. Es lägen aber „Informationen in diesem Bereich vor“, zitiert das „Handelsblatt“ aus einer Mitteilung des Bundeskartellamts. Auch die Europäische Kommission ist im Besitz dieser Informationen.

VW und Daimler hätten den Ermittlern mitgeteilt, inwiefern sie an Arbeitskreisen teilgenommen hätten. In diesen hätten sie sich über die Technik ihrer Fahrzeuge sowie über Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgesprochen. Inwieweit das als mögliches Kartell gewertet werden wird, bleibt abzuwarten.

Das Autokartell und eine Art Selbstanzeige von VW

Dem Bericht im „Spiegel“ zufolge soll es eine „Art Selbstanzeige“ des VW-Konzerns bei den Wettbewerbsbehörden gegeben haben. Demnach hätten sich mehr als 200 Mitarbeiter der Konzerne VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW seit den 1990er-Jahren in einem geheimen Arbeitskreis über Technik, Kosten und Zulieferer abgesprochen. Der VW-Schriftsatz, auf den sich der „Spiegel“-Bericht stützt, soll auch für die VW-Töchter Audi und Porsche gelten. Ebenso soll Daimler eine „Selbstanzeige“ eingereicht haben.

Den Unternehmen wird laut „Spiegel“-Bericht vorgeworfen, mit ihren Absprachen den Wettbewerb außer Kraft gesetzt zu haben. Es soll um alle Details der Autoentwicklung gegangen sein. Selbst über die Abgasreinigung ihrer Dieselfahrzeuge hätten sich die Konzerne abgestimmt. In den Geheimtreffen soll es etwa um die Größe der sogenannten „AdBlue“-Tanks gegangen sein, die für die Abgasreinigung eingesetzt werden.

Stahlbranche selbst oft in Kartellverfahren verwickelt

Nun also sollen die Ermittlungen im Umfeld der Stahlindustrie ihren Anfang genommen haben. Kaum eine andere Branche ist in der Vergangenheit so häufig mit Kartellverfahren überzogen worden wie die Stahlindustrie. Wegen Kungeleien etwa bei Draht, Bau– oder Edelstahl hatten Behörden Ermittlungen eingeleitet und zum Teil hohe Strafen ausgesprochen. Kaum ein Hersteller war laut „Handelsblatt“ davon verschont geblieben.

Der Ort der Absprachen zu Stahlpreisen soll Düsseldorf gewesen sein, wo die Wirtschaftsvereinigung Stahl ihren Sitz hat. Ein Beteiligter berichtete damals dem „Handelsblatt“, dass dort regelmäßig über Stahlpreise geredet worden sei – und zwar sogar mit den Stahlherstellern. Dabei hätten sich die Vertreter der Unternehmen, darunter VW, Daimler, BMW, Bosch und ZF, nichts gedacht. Schließlich sei es nicht um die Preise direkt gegangen, sondern um Aufschläge für bestimmte Beimischungen in Stählen wie Nickel, Schrott oder Chrom. Deren Preise schwanken zum Teil gewaltig, manchmal um bis zu 50 Prozent. Mit Zuschlägen versuchen die Stahlhersteller, diese Schwankungen abzusichern.

Stahl für Autobau unverzichtbar

Stahl ist der wichtigste Werkstoff für die Autobranche. Laut „stahl-online.de“ bestehen durchschnittlich rund 60 Prozent eines Pkws aus Stahl. Sein einzigartiges Eigenschaftsprofil mache ihn zum Werkstoff der Wahl für Karosserie, Antrieb, Fahrwerk und Lenkung.

Kein anderes Material weise in der Summe vergleichbare Eigenschaften auf – wie eine hervorragende mechanische und thermische Belastbarkeit, eine außerordentliche Kombination aus Umformbarkeit, Fügbarkeit und Lackierbarkeit, optimale Recyclingfähigkeit und eine im Hinblick auf die automobile Großserienfertigung hohe Gesamtwirtschaftlichkeit.

Rücksicherung bei Hausjuristen

Illegales wollen die Unternehmen bei ihren Stahlabsprachen nicht im Sinn gehabt haben. Es sei ja nur allgemein über die Preisentwicklung geredet worden, zitiert das „Handelsblatt“ den Vertreter eines betroffenen Unternehmens.

Der Einkäufer eines Automobilherstellers habe bestätigt, dass über die Kosten für Stahl gesprochen wurde. Dies sei regelmäßig geschehen. Zumindest einige der Firmen holten nach Informationen des „Handelsblatts“ Einschätzungen bei den Hausjuristen ein. Diese hätten bestätigt, dass die Gespräche unbedenklich seien. Außerdem seien die Preise für diese Zuschläge im Internet für jeden einsehbar. Für alle Seiten habe es damit volle Transparenz gegeben. Damit sei es fraglich, ob dies als Kartell gewertet werden könne.

Razzien von Bundeskartellamt, Polizei und Landeskriminalämtern schreckten am 23. Juni 2016 die Automobilindustrie auf. Die Beamten durchsuchten zahlreiche Firmenräume von Autoherstellern im gesamten Bundesgebiet. Das berichtete „FAZ.net“ bereits 2016. Was sie suchten: Hinweise und Beweismittel auf unerlaubte Absprachen beim Einkauf von Stahl. Was die Ermittler laut einem Bericht des „Spiegel“ jetzt sozusagen nebenbei gefunden haben: belastendes Material zu einem Kartell der deutschen Autohersteller. Das vermutliche Autokartell gab es wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten.

Laut eigener Aussage führen die Wettbewerbshüter kein Verfahren zu möglichen Absprachen im technischen Bereich. Es lägen aber „Informationen in diesem Bereich vor“, zitiert das „Handelsblatt“ aus einer Mitteilung des Bundeskartellamts. Auch die Europäische Kommission ist im Besitz dieser Informationen.

VW und Daimler hätten den Ermittlern mitgeteilt, inwiefern sie an Arbeitskreisen teilgenommen hätten. In diesen hätten sie sich über die Technik ihrer Fahrzeuge sowie über Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgesprochen. Inwieweit das als mögliches Kartell gewertet werden wird, bleibt abzuwarten.

Razzien von Bundeskartellamt, Polizei und Landeskriminalämtern schreckten am 23. Juni 2016 die Automobilindustrie auf. Die Beamten durchsuchten zahlreiche Firmenräume von Autoherstellern im gesamten Bundesgebiet. Das berichtete „FAZ.net“ bereits 2016. Was sie suchten: Hinweise und Beweismittel auf unerlaubte Absprachen beim Einkauf von Stahl. Was die Ermittler laut einem Bericht des „Spiegel“ jetzt sozusagen nebenbei gefunden haben: belastendes Material zu einem Kartell der deutschen Autohersteller. Das vermutliche Autokartell gab es wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten.

Laut eigener Aussage führen die Wettbewerbshüter kein Verfahren zu möglichen Absprachen im technischen Bereich. Es lägen aber „Informationen in diesem Bereich vor“, zitiert das „Handelsblatt“ aus einer Mitteilung des Bundeskartellamts. Auch die Europäische Kommission ist im Besitz dieser Informationen.

VW und Daimler hätten den Ermittlern mitgeteilt, inwiefern sie an Arbeitskreisen teilgenommen hätten. In diesen hätten sie sich über die Technik ihrer Fahrzeuge sowie über Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgesprochen. Inwieweit das als mögliches Kartell gewertet werden wird, bleibt abzuwarten.

Razzien von Bundeskartellamt, Polizei und Landeskriminalämtern schreckten am 23. Juni 2016 die Automobilindustrie auf. Die Beamten durchsuchten zahlreiche Firmenräume von Autoherstellern im gesamten Bundesgebiet. Das berichtete „FAZ.net“ bereits 2016. Was sie suchten: Hinweise und Beweismittel auf unerlaubte Absprachen beim Einkauf von Stahl. Was die Ermittler laut einem Bericht des „Spiegel“ jetzt sozusagen nebenbei gefunden haben: belastendes Material zu einem Kartell der deutschen Autohersteller. Das vermutliche Autokartell gab es wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten.

Laut eigener Aussage führen die Wettbewerbshüter kein Verfahren zu möglichen Absprachen im technischen Bereich. Es lägen aber „Informationen in diesem Bereich vor“, zitiert das „Handelsblatt“ aus einer Mitteilung des Bundeskartellamts. Auch die Europäische Kommission ist im Besitz dieser Informationen.

VW und Daimler hätten den Ermittlern mitgeteilt, inwiefern sie an Arbeitskreisen teilgenommen hätten. In diesen hätten sie sich über die Technik ihrer Fahrzeuge sowie über Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgesprochen. Inwieweit das als mögliches Kartell gewertet werden wird, bleibt abzuwarten.

Hinweise auf Autokartell nebenbei gefunden

Razzien von Bundeskartellamt, Polizei und Landeskriminalämtern schreckten am 23. Juni 2016 die Automobilindustrie auf. Die Beamten durchsuchten zahlreiche Firmenräume von Autoherstellern im gesamten Bundesgebiet. Das berichtete „FAZ.net“ bereits 2016. Was sie suchten: Hinweise und Beweismittel auf unerlaubte Absprachen beim Einkauf von Stahl. Was die Ermittler laut einem Bericht des „Spiegel“ jetzt sozusagen nebenbei gefunden haben: belastendes Material zu einem Kartell der deutschen Autohersteller. Das vermutliche Autokartell gab es wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten.

Laut eigener Aussage führen die Wettbewerbshüter kein Verfahren zu möglichen Absprachen im technischen Bereich. Es lägen aber „Informationen in diesem Bereich vor“, zitiert das „Handelsblatt“ aus einer Mitteilung des Bundeskartellamts. Auch die Europäische Kommission ist im Besitz dieser Informationen.

VW und Daimler hätten den Ermittlern mitgeteilt, inwiefern sie an Arbeitskreisen teilgenommen hätten. In diesen hätten sie sich über die Technik ihrer Fahrzeuge sowie über Kosten, Zulieferer, Märkte und Strategien abgesprochen. Inwieweit das als mögliches Kartell gewertet werden wird, bleibt abzuwarten.

Das Autokartell und eine Art Selbstanzeige von VW

Dem Bericht im „Spiegel“ zufolge soll es eine „Art Selbstanzeige“ des VW-Konzerns bei den Wettbewerbsbehörden gegeben haben. Demnach hätten sich mehr als 200 Mitarbeiter der Konzerne VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW seit den 1990er-Jahren in einem geheimen Arbeitskreis über Technik, Kosten und Zulieferer abgesprochen. Der VW-Schriftsatz, auf den sich der „Spiegel“-Bericht stützt, soll auch für die VW-Töchter Audi und Porsche gelten. Ebenso soll Daimler eine „Selbstanzeige“ eingereicht haben.

Den Unternehmen wird laut „Spiegel“-Bericht vorgeworfen, mit ihren Absprachen den Wettbewerb außer Kraft gesetzt zu haben. Es soll um alle Details der Autoentwicklung gegangen sein. Selbst über die Abgasreinigung ihrer Dieselfahrzeuge hätten sich die Konzerne abgestimmt. In den Geheimtreffen soll es etwa um die Größe der sogenannten „AdBlue“-Tanks gegangen sein, die für die Abgasreinigung eingesetzt werden.

Autor: Franz Höllriegel