21.12.2017

Ausgezeichnete Zulieferer: ZF vergibt Preise in zukunftsweisenden Kategorien

Globale Megatrends, Digitalisierung und Elektromobilität – Antrieb für ZF, mit seiner „Vision Zero“ neue Produkte für mehr Verkehrssicherheit und geringere Emissionen zu entwickeln. Das bedeutet: Lieferanten müssen hohen Ansprüchen genügen. Jetzt zeichnete ZF die besten davon aus.

ZF Friedrichshafen AG vergibt Preise für Zulieferer

Global Supplier Summit 2017

Der Friedrichshafener Technologiekonzern ZF hat auf seinem „Global Supplier Summit“ seine besten Lieferanten mit dem ZF Supplier Awards 2017 ausgezeichnet. Das berichtet „Automobil Industrie“. Rund 300 ZF-Fach- und Führungskräfte sowie Vertreter der wichtigsten Lieferanten trafen sich im Friedrichshafener „ZF Forum“.

Insgesamt erhielten dem Bericht zufolge sieben Zulieferer in den Kategorien Innovation, Produktionsmaterialien, Nicht-Produktionsmaterialien und Digitalisierung den Award.

Gefasoft für Digitalisierung ausgezeichnet

Zum ersten Mal vergab das Unternehmen einen Preis in der Kategorie „Digitalisierung“. Gewinner ist die Gefasoft GmbH. Das Münchner IT-Unternehmen für Online-Datenaustausch überzeugte dem Bericht zufolge die Jury durch eine transparente Informationsdarstellung.

Gemeinsam mit ZF entwickelte es eine Plattform, um die Arbeitsprozesse innerhalb der Produktion digitalisiert abzubilden. Mit den gewonnenen Daten lassen sich Prozesse analysieren und verbessern.

Vision Zero

Für Wilhelm Rehm, im ZF-Vorstand unter anderem für Materialwirtschaft verantwortlich, sind innovationsstarke, global aufgestellte und finanziell solide Lieferanten das Rückgrat des Unternehmenserfolgs. Im Zuge globaler Megatrends, fortschreitender Digitalisierung und steigender Elektromobilität verfolge ZF mit Nachdruck seine „Vision Zero“, die Verringerung der Zahl von Verkehrsunfällen und von Emissionen.

Dadurch entständen neue Produkt- und Warengruppen. Für sie benötige ZF eine Lieferantenbasis, die über eine internationale Produktionsstruktur verfügt.

„Verlässlichkeit und Qualität sind dabei unser höchster Anspruch“, so Rehm.

Hella Gewinner Kategorie Produktionsmaterial

Im Bereich „Produktionsmaterial“ zeichnete das Unternehmen in diesem Jahr drei Unternehmen aus. Der Hella-Konzern punktete aufgrund seiner Technologieführerschaft sowie der herausragenden Engineering-Unterstützung. Zudem zeige sich das Unternehmen flexibel hinsichtlich der Lokalisierungs-Anforderungen des ZF-Konzerns.

Hella beliefert ZF unter anderem mit Sensoren. Das Familienunternehmen aus Lippstadt ist an der Börse notiert und an 125 Standorten in über 35 Ländern vertreten. Mit ihm ist ZF im Sommer dieses Jahres eine strategische Partnerschaft eingegangen.

Sunny und Lisi ausgezeichnet

Weiterer Gewinner in derselben Kategorie ist der den Angaben zufolge weltgrößte Hersteller von Kameraobjektiven Ningbo Sunny Automotive Opotech. Das Unternehmen gehört zur chinesischen Sunny Optical Technology Group. Sie hat 2016 rund 80 Prozent ihres Umsatzes mit optoelektronischen Produkten erzielt. Sie werden zum Beispiel für Fahrzeugkameras eingesetzt.

Sunny ist strategischer Partner von ZF für diverse Komponenten, auch im Bereich Lidar-Technologie. ZF zeichnete das Unternehmen für hervorragende Produktqualität, Liefertreue und wettbewerbsfähige Produktpreise aus. Als dritter Preisträger in der Kategorie „Produktionsmaterial“ erhielt der französische Zulieferer Lisi Automotive den begehrten ZF-Lieferantenpreis. Er beliefert insgesamt 55 ZF-Werke mit Befestigungssystemen und Umformtechnik und ist strategischer Entwicklungspartner des Technologiekonzerns.

Pemes für Nicht-Produktionsmaterial ausgezeichnet

Der polnische Spezialmaschinen-Hersteller Pemes ist einer der Award-Gewinner für Nicht-Produktionsmaterial. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Warschau verfügt über ein weltweites Netzwerk von Kooperationspartnern. Er hat die ZF-Division Aktive und Passive Sicherheitstechnik dabei unterstützt, eine innovative und kosteneffiziente Airbag-Produktion einzurichten.

Zweiter Award-Gewinner in dieser Kategorie ist das Kemptener Logistikunternehmen Dachser. Das Unternehmen gehört zu den Weltmarktführern im Bereich der Systemlogistik und verfügt über ein engmaschiges globales Transport-Netzwerk. Der Konzern wurde unter anderem für exzellente Logistikleistungen sowie eine ausgeprägte Kommunikationsaffinität und hohes Kostenbewusstsein ausgezeichnet.

Der Preis in der Kategorie „Innovation“ ging an das spanische Instituto Tecnológico de Aragón. Das Technologiezentrum aus Saragossa trage entscheidend dazu beigetragen, die technologischen Prozesse innerhalb des Konzerns umzugestalten und zu beschleunigen. Seine Expertise hat das Institut beispielsweise bei der virtuellen Entwicklung eines neuen Bremssystems eingebracht.

Autor: Friedrich Oehlerking (Freier Journalist und Experte für Einkauf, Logistik und Transport)