Fachbeitrag | Beitrag aus „Datenschutz-Management kompakt“
27.09.2016

Zusammenarbeit mit Auskunfteien: Das müssen Unternehmen beachten

Für Unternehmen, die an Auskunfteien Anfragen stellen und/oder Daten über das Zahlungsverhalten ihrer Kunden einliefern, gelten besondere datenschutzrechtliche Vorgaben.

Mit § 28a BDSG sind Rechtsgrundlagen für die Datenübermittlung von offenen Forderungen an Auskunfteien zum Zweck der Auskunftserteilung an Dritte vorhanden.

Unterrichtung der Kunden

Unternehmen, die mit Auskunfteien zusammenarbeiten, müssen besonders auf ihre Unterrichtungspflichten gegenüber ihren Kunden achten. Im Rahmen des Vertragsabschlusses und der Vertragsabwicklung wird eine Reihe personenbezogener Daten der Kunden direkt erhoben.

Der Kunde muss dabei gemäß § 4 Abs. 3 BDSG über folgende Punkte ausreichend informiert werden, wenn er nicht auf andere Weise Kenntnis darüber erlangt hat:

  • Identität des Vertragspartners
  • Zweck, zu dem die Daten erhoben, verarbeitet und genutzt werden
  • Kategorien der Empfänger, an die Daten übermittelt werden, soweit der Betroffene mit einer Übermittlung an diese nicht rechnen muss

Transparenz der Unterrichtung

Es ist zu empfehlen, dass Unternehmen die Auskunfteien mit Name, Anschrift und Abfrage- oder Übermittlungszweck benennen.

Die Unterrichtung muss auf eine Art und Weise erfolgen, die es dem Betroffenen ermöglicht, vor Vertragsabschluss und damit vor der Datenerhebung Kenntnis von der Bonitätsabfrage bei der Auskunftei zu erlangen.

Eine entsprechende Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist nur dann ausreichend, wenn die Einsichtnahme rechtzeitig …

Autor: Thomas Kranig

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