04.02.2017

Wild- und Tierbeobachtungs-Kameras: Und der Datenschutz?

Wildtier-Kameras sind aus Datenschutz-Sicht dann kein Problem, wenn sie keine Personen aufzeichnen.

Wildkameras, Tierbeobachtungs-Kameras oder sogenannte „Fotofallen“ sind batteriebetriebene Kameras, die aufgrund einer Bewegung auslösen und kurze Videosequenzen oder Fotoserien aufnehmen.

Ursprünglich wurden sie für den Einsatz im Umfeld von Wildtieren entwickelt. Sie sollten beispielsweise Jägern behilflich sein, um besonders frequentierte Wildplätze auszumachen. Dementsprechend sollte der Mensch grundsätzlich eher selten auf den Bildern zu sehen sein.

Grundsatz: Kein Datenschutzproblem

Ausgehend von der ursprünglichen Nutzung und dem ausschließlich bestimmungsgemäßen Einsatz der Wildkameras zur Beobachtung von Tieren stellt dies kein Datenschutzproblem dar.

Achtung bei Personenaufnahmen!

Problematisch wird es erst, sobald die Kameras auch Menschen aufzeichnen, die sich im Wald befinden. Da sich das nicht ausschließen lässt, ist die Installation von Wildkameras im Wald ähnlich wie Videoüberwachungsanlagen nicht-öffentlicher Stellen an § 6b BDSG zu messen. Das liegt daran, dass öffentliche Waldgebiete im Regelfall für jedermann zugänglich sind.

Folglich ist die Videoüberwachung auch durch Wildkameras nach § 6b Abs. 1 Nr. 3 BDSG nur zulässig, wenn sie zu einem berechtigten Interesse für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und eine Interessenabwägung vorab stattgefunden hat.

Hinweispflicht beachten!

Die verantwortliche Stelle hat also die ganz regulären Grundsätze der Videoüberwachung …

Autor: Tim Hoesmann

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