01.08.2016

Auskunftsanfragen bei früheren Arbeitgebern

Welcher Arbeitgeber, der Bewerber zu sichten hat, möchte nicht möglichst viel über die potenziellen neuen Mitarbeiter in Erfahrung bringen?

Nichts liegt da näher, als denjenigen zu kontaktieren, der einen Bewerber beruflich vermutlich am besten einschätzen kann: Nämlich den oder die bisherigen Arbeitgeber. Jetzt sind Sie als Datenschutzbeauftragter gefordert, die Interessen des ehemaligen oder zukünftigen Kollegen und gleichzeitig Ihres Unternehmens zu wahren.

„Da ruf’ ich doch einfach mal an …“

Auf diesen Gedanken könnte man auch deswegen kommen, weil der Informationswert eines der Bewerbung beigefügten Arbeitszeugnisses oft nur sehr eingeschränkt ist, also weitere Hintergrundinformationen nötig sind.

Hinzu kommt, dass Bewerber immer öfter von sich aus sog. „Referenzgeber“ nennen, also meist den bisherigen Arbeitgeber. Reicht eine solche Referenznennung aber aus, um auf ihrer Basis Daten abzufragen oder – aus Sicht des ehemaligen Arbeitgebers – herauszugeben?

Arbeitgeber-Auskunft: Was geht, was nicht?

Es ist für Arbeitgeber von besonderem Interesse, sich bei früheren Arbeitgebern möglichst genau über die Leistungen, das Verhalten, die Arbeitsqualität etc. eines Bewerbers und potenziellen neuen Mitarbeiters zu erkundigen. Da es sich bei diesen Daten um personenbezogene Daten handelt, gilt einerseits der Datenschutz. Andererseits liegt es auf der Hand, dass ein solches Vorgehen datenschutzrechtlich nicht unproblematisch ist.

Das hängt eng mit der Frage zusammen, was …

Autor: Dr. Robert Selk

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