24.09.2021

Zusammenarbeit von Bundeswehr und Kommunen neu dokumentiert

Seit mehr als 60 Jahren, genauer seit der Gründung der Bundeswehr 1955, besteht in Deutschland eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen und der Bundeswehr. Besonders an den Standorten der Bundeswehr überschneiden sich die Interessen der Soldatinnen und Soldaten mit denen der Städte und Ortschaften. In einer aktuellen Schrift mit dem Titel „Bundeswehr und Kommunen“ sind nun besonders gelungene Beispiele der Zusammenarbeit von Bundeswehr und Kommunen dokumentiert, womit zu weiteren engeren Kooperationen ermutigt werden soll.

Mann bietet Hand

Nach dem Wegfall der Wehrpflicht und der Einführung neuer Stationierungskonzepte sind die Bundeswehr und ihre Truppe für weite Bevölkerungsbereiche auf Distanz gerückt. Daher wird es wichtiger, dass die Bundeswehr mit ihren Soldatinnen und Soldaten besser in die Gesellschaft integriert wird. Die Bundeswehr möchte eine Armee zum Anfassen sein und mit den Menschen an ihren jeweiligen Standorten gesellschaftlich verbunden sein.

Neben ihrem regulären Einsatz als militärische Streitkraft beweisen die Angehörigen der deutschen Armee immer wieder, dass sie eine große Unterstützung in Krisen bieten. Zuletzt konnte sie dies in der Coronakrise und bei der Flutkatastrophe beweisen. Diese Unterstützungsaktionen fördern das positive Image der Bundeswehr. Die Gesellschaft sollte aber über die aktuellen Krisen hinaus auch Bewusstsein und Respekt für ihre eigentlichen Aufgaben entwickeln.

Die Kommunen können ihre Solidarität und Wertschätzung für unsere Soldatinnen und Soldaten auf vielfältige Weise zum Ausdruck bringen. So etwa mit der Idee der Gelben Schleifen, die an Rathäusern als Symbol der Verbundenheit sichtbar platziert werden, oder mit einer Patenschaft zwischen einer Kommune und einem Truppenteil. Zudem können gemeinsame Veranstaltungen oder Feste, aber auch Diskussionsveranstaltungen zum gegenseitigen Verständnis beitragen. Auch die Arbeit an gemeinsamen Herausforderungen, wie etwa Kooperationen bei Kindertagesstätten, können die Verbindung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft vor Ort stärken.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)