27.09.2019

Ziel: Klimaneutrale Kommune

Gut ein Drittel der CO2-Emissionen privater Haushalte stammt aus dem Wohnbereich. Vor allem durch Heizung und Strom. Eigentümer können dämmen oder die Heizung erneuern, bei Mietern wird das schwierig. Doch Sie als Bürgermeisterin oder Bürgermeister können viel mehr erreichen. Viele Städte und Gemeinden haben bereits erkannt, dass sie beim Klimaschutz eine Vorbildfunktion einnehmen können. Gerade was die Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau von Erneuerbaren Energien und klimaverträgliche Mobilität betrifft.

Das Münchner Rathaus

Klimaschutz beginnt schließlich bei jedem Einzelnen. Zu Hause haben wir es selbst in der Hand, wie hoch wir die Heizung drehen. Auf kommunaler Ebene können wir mitentscheiden, wie viel Erneuerbare Energie in der Gemeinde zukünftig genutzt werden soll. Und am Arbeitsplatz stellt sich die Frage, wie energieintensiv die dort hergestellten Produkte und Dienstleistungen sind. Und weil eine Kommune nun eben so (vergleichsweise) überschaubar ist, setzt hier kommunaler Klimaschutz an. Für den überschaubaren Bereich einer Kommune werden die dort verursachten CO2-Emissionen erfasst, die Energieverbräuche bilanziert und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vorgeschlagen.

Im Rahmen des Modellprojekts „Strategien von Kommunen zur Erreichung von Klimaneutralität“ des Landes Hessen ist ein Leitfaden entstanden, in dem die wesentlichen Schritte und geeigneten Instrumente für kommunalen Klimaschutz mit dem langfristigen Ziel einer kommunalen Klimaneutralität aufgezeigt werden. Darin enthalten sind unter anderem die „Sieben Schritte zur klimaneutralen Kommune“ inklusive Best-Practice-Beispielen – konkreter geht’s kaum. Also los!

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)