17.04.2019

„Zero Waste“ – wie Sie auch in Ihrer Gemeinde erfolgreich Müll reduzieren

Müllreduktion und -vermeidung ist in aller Munde – doch was kann das konkret in Ihrer Gemeinde heißen? Hier Tipps, wie Sie schnell und effektiv in Ihrer Gemeinde handeln können.

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„Zero Waste“ ist das Motto einer europäischen Bewegung, der sich zunehmend auch Kommunen, besonders aus Südeuropa, anschließen. Sie verpflichten sich einem Zielkatalog und begeben sich auf den Weg einer ständigen Verringerung der Restmüllmengen. Diese „Zero-Waste-Communities“ verpflichten sich fünf Prinzipien:

  1. Reduce – die Müllvermeidung
  2. Re-use – die Wiederverwendung von Gegenständen, bevor sie Abfall sind
  3. Recycle – die stoffliche Umwandlung von Abfällen in Rohstoffe
  4. Rot – das Kompostieren von Abfallen
  5. Re-design – das Umgestalten von Produkten und Prozessen, damit der Müll gar nicht erst entsteht

Dabei beschreibt „Zero Waste“, also gar kein Müll, eher den Weg als das Ziel.

Nun, was können Sie tun? Hier einige Vorschläge …

  • Werben Sie aktiv (und geben Sie Anleitung) für Bioabfallwirtschaft in privaten Gärten. Setzen Sie sich für Komposthaufen ein!
  • Fördern Sie Initiativen, die verpackungsfreies Einkaufen ermöglichen.
  • Unterstützen Sie das Trinken von Leitungswasser, z.B. durch das Aufstellen von Wasserspendern, und die Nutzung von wiederaufladbaren Kohlensäure-Systemen.
  • Geben Sie Veranstaltern in Ihrer Gemeinde Richtlinien für ökologisch nachhaltiges Eventmanagement an die Hand und fördern Sie dieses entsprechend.
  • Initiieren Sie Wettbewerbe zum Re-design problematischer Verbrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs wie Alufolie oder Strohhalme.

Neugierig geworden? Dann machen Sie doch richtig mit! Bei „Zero Waste Europe“ finden Sie zahlreiche Mitstreiter.

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)