19.12.2019

Weihnachtliche Ansprachen fürs Wir-Gefühl

Alle Jahre wieder: Warme Worte in der Vorweihnachtszeit und zum Jahresende wollen gefunden werden. Fehlen Ihnen die Worte? Das muss nicht sein. Weihnachten bietet Ihnen reichlich Gelegenheit, das Wir-Gefühl in Ihrer Gemeinde und auch in Ihrem Rathaus zu stärken – ob Sie nun christlich sind oder nicht.

Ladenöffnung Sonntag Weihnachtsmarkt

Natürlich müsste es nicht an diesem Tag Ende Dezember sein, an dem wir uns plötzlich unserer Nächsten voll Demut und Dankbarkeit besinnen. Es könnte auch jeder andere Tag sein. Doch würden wir es dann tun? Nutzen wir doch den Tag, um auf das Jahr zurückzublicken, uns beieinander zu bedanken und ein paar Wünsche für das kommende Jahr zu formulieren. Wenn Sie die Möglichkeit bekommen, im Rahmen einer Weihnachtsfeier oder bei einem Empfang zu sprechen, werden Sie unbedingt persönlich. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt! Sprechen Sie darüber, was Sie überrascht, beeindruckt, begeistert hat. Sprechen Sie Menschen ruhig auch persönlich an. Und vor allem: Sprechen Sie frei. Erst das wirkt.

Ganz egal, wie inspirierend Sie reden: Lassen Sie sich nicht davontragen. Nach zehn Minuten, maximal einer Viertelstunde sollte Schluss sein. Wenn es Ihnen schwerfällt, sich kurz zu fassen, möchte ich Ihnen folgenden Trick mit auf den Weg geben. Nehmen Sie ein Kaminholz oder auch nur eine kleine, dünne Geburtstagstortenkerze und zünden Sie sie zu Beginn Ihrer Rede an. Befestigen Sie sie auf Ihrem Pult oder bitten Sie einen Mitarbeiter um kurze Mithilfe. Kündigen Sie Ihrem Publikum an, dass Sie Ihre Rede beendet haben, sobald die Kerze abgebrannt ist. Jetzt können Sie sich sicher sein, dass alle Ihre Ansprache verfolgen werden – nicht zuletzt um zu sehen, ob Sie Ihr Versprechen einhalten. Daher: Üben Sie das kleine Spektakel vorher zu Hause, denn die Brenndauer sollte wirklich zum Inhalt der Rede passen. Viel Spaß!

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)