23.01.2020

Starker Trend zur E-Mobilität

Bis zum Jahr 2022 soll die Anzahl an Elektroautos bereits die Millionengrenze erreicht haben, wie die Bundesregierung prognostiziert. 2030 sollen es dann sogar 10 Millionen sein, also das Zehnfache. Das sind erfreuliche Zahlen, aber der enorme Zuwachs an E-Autos erfordert auch das entsprechende Anwachsen der Verbreitung von Ladestellen.

Geschwindigkeitsmessung Private

Da hakt es in Deutschland noch ein wenig. Denn Besitzer von E-Autos klagen zunehmend über Alltagsprobleme wie mangelnde Ladestellen. Aber es zeichnen sich auch Fortschritte ab. Wie der Branchenverband BDEW jüngst veröffentlichte, sind bereits 24.000 öffentliche und teilöffentliche Ladestellen verzeichnet. Damit ist die Zahl um 8.000 im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Theoretisch gibt es damit ausreichend Ladestationen bei einer gegenwärtigen Anzahl von 220.000 Elektro- und Hybridautos. Ein Problem liegt allerdings in der Verteilung der Stationen. Manche Städte sind gut ausgerüstet mit Ladestationen, andere wiederum eher mangelhaft, Probleme bestehen vor allem auf dem Land. Vorreiter sind München, Hamburg und Berlin mit um die 1.000/1.100 Ladestationen, die Schlusslichter sind Köln, Hannover und Essen mit gerade mal 160/170 Stationen. Abhilfe wollen Vertreter der Energiebranche bis Ende dieses Jahres schaffen mit 4.000 neuen Schnelladestationen.

Klimawandel und E-Mobilität sind also große Herausforderungen für die Kommunen. Viele Besitzer von Elektroautos haben die Möglichkeit, ihre Wagen in der Garage über Nacht aufzuladen, was natürlich komfortabel und praktisch zugleich ist. Hierin könnte eine Lösung liegen, die dann aber auch die Architekten dazu aufruft, entsprechend zu planen. In den Innenstädten aber, insbesondere in der Altstadt vieler Gemeinden, wo alte Bausubstanz und enge Straßen vorherrschen, ist es schwierig, genügend Ladestellen einzurichten. Auch hier werden künftig die Stadtplaner gefragt sein, intelligente und praktikable Lösungen bauen zu lassen.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)