24.11.2017

„Sprezzatura“: Plaudern, aber richtig – wie wichtig die Kunst der barrierefreien Kommunikation werden kann

Viele Menschen kennen die Situation nur zu gut: Sie betreten einen Aufzug oder einen Raum und treffen auf Ihnen unbekannte Menschen. Wie reagieren Sie? Schauen Sie ein wenig beschämt zur Seite und hoffen Sie, dass sich die Situation schon irgendwie in Wohlgefallen auflöst? Was für den einen oder anderen Menschen essenzielle Stressbewältigung sein kann, funktioniert für Sie als Bürgermeister natürlich nicht. Aber seien Sie beruhigt: Small Talk kann man üben! Wie Sie das tun, erfahren Sie hier.

Kommunikation, Sprezzatura, Small Talk

Vielen Menschen fällt Plaudern schwer. Diese Menschen sind von der Angst geplagt, sich zu blamieren und irgendetwas Dummes zu sagen. Das betretene Schweigen, das sich daraufhin einstellt, können sie aber genauso wenig ertragen. Was also tun? Tipp Nr. 1: Üben Sie Small Talk.

Übung 1: Legen Sie sich etwas Positives zurecht!

Eine der Grundüberzeugungen im gekonnten Small Talk lautet: Geben Sie unsicheren Menschen Sicherheit. Denken Sie immer daran: Charisma ist lernbar und verkrampfte Situationen führen immer dazu, dass sich Menschen unwohl fühlen – das geht Ihrem Gegenüber genauso! Legen Sie sich also ein paar positive Einstiege zurecht: Ein freundliches „Guten Morgen!“ in die Runde lockert die Atmosphäre merklich auf und zeigt: Sie sind angekommen und man nimmt Sie wahr. Überlegen Sie sich also, was Sie selbst am liebsten hören, und versuchen Sie, das an andere Menschen weiterzugeben.

Übung 2: Handeln Sie situationsabhängig!

Wenn Sie in eine Situation geraten, in der es angebracht ist, sich über Small Talk auszutauschen, scheuen Sie sich nicht davor, über Gemeinsamkeiten mit dem Gegenüber zu sprechen: Das gemeinsame Warten, der gemeinsame Termin oder die gemeinsame Bahnfahrt können gelungene Aufhänger für die Kommunikation sein. Es gilt: Vermeiden Sie immer Konflikte!

Übung 3: Konfliktthemen vermeiden!

Reiz- und damit auch Tabuthemen in der Kommunikation sind: Sport (Fußball!), Religion und der eigene Chef. Versuchen Sie sich immer daran zu orientieren, was Ihr Gegenüber als konfliktfrei und damit leicht zugänglich betrachtet. Konfliktthemen führen nur dazu, dass Sie als Nörgler und damit als Störer einer ansonsten stressfreien Situation wahrgenommen werden. Das gilt es in jedem Fall zu vermeiden. Sie und Ihr Gegenüber verbringen eine gemeinsame, angenehme Zeit zusammen und trennen sich dann wieder. Wichtig ist, dass Sie dabei als sympathisch und charmant wahrgenommen werden – und nicht als Stinkstiefel. Das ist der Kern des Small Talks.

Quelle/Tipp:
www.karrierebibel.de/smalltalk-tipps

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)