14.06.2019

Sonne und Dürre, Wald in Gefahr – was Sie jetzt schon tun können

Nach dem Dürresommer 2018 steigt in vielen Kommunen die Angst vor noch mehr Hitze in 2019. Vor allem unsere Wälder haben vielerorts gelitten und sind verheerenden Waldbränden zum Opfer gefallen. Daher an dieser Stelle einige Tipps, was Sie in Ihrer Gemeinde tun können, um diesen Sommer entspannt genießen zu können.

brennender Pflanzenabfall

Wenn man aus dem vergangenen Sommer mit seinen teilweise zahlreichen Waldbränden eines lernen kann, dann die alte Binsenweisheit: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Auch wenn die Aufgaben zwischen Land, Kreis und Kommune entsprechend den jeweiligen Brandschutz- und Katastrophenschutzgesetzen etwas unterschiedlich verteilt sind, gibt es dennoch bestimmte Punkte, die jede Kommune bereits vor Eintritt des Ernstfalls organisieren kann:

  • Kommunikationskanäle öffnen und pflegen

Um alle Bürger – nicht nur die, die unmittelbar von einer Evakuierung betroffen sind – über einen Brand zu informieren, gibt es mittlerweile die App NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz. Machen Sie sich mit der Nutzung rechtzeitig vertraut und bilden Sie auch Ihre Mitarbeiter entsprechend weiter.

  • Evakuieren – aber wie?

Am Transport sollte es nicht scheitern. Schon jetzt können Sie einen Notfallplan aufstellen, welche Transportmittel greifbar sind und Anwohner in Sicherheit bringen können. Auch gilt es zu planen, wo wie viele Menschen im Ernstfall übernachten können. Denken Sie auch an Seniorinnen und Senioren, Pflegebedürftige, Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, Babys und Kinder!

  • Sparen Sie nicht an Ihrer Feuerwehr!

Es sollte selbstverständlich sein, doch wenn Ihre Gemeinde in einem potenziellen Waldbrandgebiet liegt, sollten Sie nicht an der entsprechenden Ausrüstung Ihrer Feuerwehr sparen. Ist der Fuhrpark völlig veraltet? Fehlen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Dann kümmern Sie sich jetzt darum!

Und zu guter Letzt noch ein Tipp: Detaillierte Hilfe für Kommunen, die ihre Notfallpläne überarbeiten und ihr Krisenmanagement auf neue Beine stellen wollen, findet sich auch in der DStGB-Dokumentation Nr. 60 „Sichere Städte und Gemeinden“.

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)