24.05.2019

Sinnvoll Danke sagen

Egal ob Sie gehen oder bleiben – bedanken werden Sie sich auf jeden Fall. Und wenn Sie nun Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rathaus tagtäglich Ihren Dienst tun, gleichzeitig motivieren möchten, weiterhin so wertvolle Arbeit zu leisten, lassen sich diese beiden Anliegen gut zu einer Rede verknüpfen.

Das Münchner Rathaus

Als geübter Redner wissen Sie es bereits: Sich selbst und andere motivieren kann nur jemand, der von seiner Meinung überzeugt ist und selbst über genügend Begeisterungsfähigkeit verfügt. Auf unser Anliegen übertragen, sich bei langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bedanken, bedeutet das: Wenn Sie sich mit voller Begeisterung und innerer Überzeugung bei ihnen bedanken, gibt es wenig, was so motivierend ist. Egal ob Sie gehen oder weiter mit Ihrem Team zusammenarbeiten – ein Dank, der von Herzen kommt, motiviert menschlich ungemein, sich für die gemeinsame Sache weiter einzusetzen.

Tatsächlich können wir unsere Einstellung Menschen und Arbeitsprozessen gegenüber stets neu beeinflussen. Die Bedeutung dieser optimistischen Grundeinstellung – dass es nie zu spät ist und sich immer noch lohnt – darf nicht unterschätzt werden. Motivation ist zwar eine Antriebskraft für Handlungen. Aber diese Kraft benötigt laufend Futter. Es gibt zwar eine Motivation, die der Sache selbst innewohnt, wie die Freude an einer bestimmten Aktivität, zum Beispiel beim Sport als pure Freude an der Bewegung. Doch reicht in der Berufswelt nicht in erster Linie diese sogenannte intrinsische Motivation. Oder zumindest nicht auf Dauer.

Was kann dann dieses Futter sein? Ihre Anerkennung. Ihr Dank. Das Gefühl, gesehen zu werden, und dass die eigene Arbeit einen Unterschied macht. Geben Sie Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach den harten Wochen und Monaten des Wahlkampfs dieses Gefühl! Ganz wichtig: Meinen Sie, was Sie sagen. Am besten lesen Sie nichts vom Zettel ab, sondern sprechen frei und spontan an, was Ihnen zum einzelnen Mitarbeiter einfällt, warum Sie ihre oder seine Arbeit schätzen. Von Mensch zu Mensch. Vielen Dank.

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)