20.12.2017

Schon mal einen Schuh an den Kopf bekommen? Bloß nicht anziehen! Wie Sie mit schwierigen Menschen umgehen

Im Arbeitsalltag ist es wahrlich nicht immer leicht: Freunde kann man sich aussuchen, Kollegen leider in der Regel nicht. Dabei sind die Kollegen im Alltag doch das Salz in der Suppe: Man wächst mit ihnen, man freut sich und man leidet gemeinsam. Doch immer wieder geraten wir im Alltag an schwierige Menschen, mit denen man nicht immer leicht klarkommt. Wie Sie mit schwierigen Menschen umgehen, sagt uns Unternehmensberater und Coach Christian Brandl.

Konflikt

Schreien, poltern, schlechte Laune: Was nach anachronistischer Militärausbildung klingt, kann auch eine Szene aus einem Büroalltag sein. Immer wieder begegnen uns Menschen, die durch ihre Art im Umgang mit Anderen anecken und keinen unkomplizierten Umgang darstellen. Immer wieder erlebe ich, dass sie mit ihrer schlechten Laune andere anstecken (weil diese sich anstecken lassen) und damit das Betriebsklima in Rathäusern und Verwaltungen vergiften. Der Unternehmensberater und Coach Christian Brandl gibt uns im Umgang mit diesen Menschen drei einfache Tipps.

Drei einfache Tipps

  1. Ziehen Sie sich den Schuh der Energievampire bloß nicht an!

Es gibt Menschen, die erhalten Energie nur dann, wenn sie sie von anderen Menschen abziehen. Lassen Sie das nicht zu und bringen Sie immer Distanz zwischen sich und die Energievampire. Versuchen Sie zu verstehen, dass Sie nicht als Persönlichkeit gemeint sind, sondern die Angriffe des Gegenübers etwas über Ihr Gegenüber aussagen und nicht über Sie! Vermeiden Sie es, sich in eine Spirale der schlechten Laune ziehen zu lassen.

  1. Sprich per Ich!

Auch wenn Sie Auslöser eines cholerischen Ausbruchs sein können, verstehen Sie sich nicht als Grund. Der Grund liegt in der Regel auch nicht in Ihrer Arbeitsleistung, sondern in der Persönlichkeit Ihres schwierigen Gegenübers. Wenn Sie das in Ihrem Denken umsetzen, werden Sie erkennen, dass Sie Ihr eigenes Verhalten nicht zwingend anpassen müssen, sondern mehr darauf achten sollten, dass Ihr Gegenüber sein Verhalten ändern muss. Versuchen Sie auch allgemeine Phrasen des Gegenübers wie „ich kann doch nicht sagen, dass …“ (wenn Sie gemeint sind) nicht auf sich beziehen, sondern immer dem Slogan „Sprich per Ich!“ folgen: „Nicht ich, sondern du!“

  1. Blieben Sie Beobachter

Viele Menschen involvieren sich emotional zu sehr in eine berufliche Situation. Das mag löblich sein, reißt aber Grenzen zwischen Ihnen und Ihrer Arbeit auf seelischer Ebene ein. Das, was privat passiert, dringt dann auf der gleichen Ebene zu Ihnen durch wie berufliche Probleme. Das sollte Ihnen auf keinen Fall passieren. Bleiben Sie immer in der Rolle des Beobachters und versuchen Sie immer, Distanz zwischen Ihnen und Ihrer Arbeit zu wahren.

Quelle/Tipp
https://christian-brandl.com/2015/10/22/3-tipps-im-bewussten-umgang-mit-schwierigen-menschen/

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)