Fachbeitrag | Information
25.02.2016

„Schlaue Ampeln“ regeln intelligent den Verkehr – mit großen Vorteilen für die Kommune

Sogenannte „schlaue Ampeln“ regeln in Modellregionen den Verkehr. Das kann den Kommunen helfen, denn die modernen Anlagen sogen für mehr Sicherheit, mehr Effizienz und weniger CO2-Ausstoß. Wie die Anlagen funktionieren, erfahren Sie hier.

Die Fußgängerzone muss herhalten, wenn der Parkraum eng wird.© Uwe Schmidt

Einleitung

Im Hamburger Hafen läuft derzeit ein einzigartiges Modellprojekt: „Intelligente Ampeln“ regeln dort den Verkehr. Die Systeme sind ebenso simpel wie effizient. Nähert sich beispielsweise ein LKW, registriert ihn die Ampel und schaltet automatisch auf Grün. Der LKW kann dann, ohne zu stoppen, die Ampel passieren und seine Fahrt fortsetzen. Aber auch andere Einsatzmöglichkeiten sind denkbar.

Mehr Sicherheit, weniger CO2

Die Vorteile sind klar: Durch den „geführten“ Verkehr sinkt automatisch das Verkehrsaufkommen, und das Transportvolumen steigt. Die intelligenten Ampeln sorgen dafür, dass der Güterverkehr fließen kann und die großen Transporter schneller ihren Bestimmungsort erreichen. Vorteil für die Kommune: Weniger Stau, aber auch weniger CO2-Ausstoß, da die „Brummis“ nicht immer wieder anhalten und anfahren müssen. Zudem haben diese intelligenten Systeme den Vorteil, dass sie die Sicherheit erhöhen: Haben die Verkehrsteilnehmer „freie Fahrt“, verhindert man das Risiko, dass mancher noch in der Gelbphase einer Ampel darüber fährt und gegebenenfalls einen Unfall baut.

Vielfältige Anwendungen

Die Systeme können aber noch in anderen Bereichen eingesetzt werden: So könnten intelligente Verkehrssysteme dafür sorgen, dass Kinder sicherer auf dem Schulweg sind: Durch eine WLAN-Funktion in ihren Schultaschen können Ampeln Kinder in einer gewissen Entfernung registrieren, entsprechend schalten und über eine digitale Anzeige andere Verkehrsteilnehmer warnen. Auch interessant ist die Koppelung mit dem GPS-System: Autofahrer könnten in Kommunen wertvolle Hinweise zur aktuellen Verkehrslage in Ihrer Ortschaft erhalten und damit wesentlich bequemer unterwegs sein.

EU und Bundesregierung haben sich des Themas angenommen
Intelligente Verkehrssysteme sind bereits ein wichtiger Bestandteil der bundesdeutschen Politik geworden. So hat der Deutsche Bundestag bereits vor drei Jahren das „Intelligente Verkehrssysteme Gesetz“ (IVSG) in Kraft gesetzt. Dadurch wird eine EU-Richtlinie in nationales Gesetz umgeschrieben, das es dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) möglich macht, Richtlinien im Zusammenhang mit intelligenten Verkehrssystemen zu erlassen und vorzuschreiben. Das Thema bleibt also aktuell.

Quelle: DEMO-Magazin 01-02/2016.

Autor: Benjamin Heimerl 

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