21.02.2020

Nürnberg ist Vorreiter hinsichtlich „bio“ und Nachhaltigkeit

Grüne Technologien befinden sich im Aufwärtstrend – nicht erst seit den Demonstrationen der Fridays-for-Future-Bewegung. Eine Stadt, die sich bereits seit den 90er-Jahren „grün“ engagiert, ist Nürnberg. Für sie ist die Orientierung an ökologischen Standards ein wichtiger Baustein für ihre Zukunftsfähigkeit. Denn grüne Technologien und gesunde, nachhaltig hergestellte Lebensmittel sind zunehmend gefragt. Nürnberg hat diesen Trend längst vorausgesehen und in den vergangenen 20 Jahren ein tragfähiges Netzwerk geknüpft, das alle Akteure und Stakeholder, die zu mehr Nachhaltigkeit in der Region beitragen können, zusammenbringt.

Fingerzeig

Biometropole, Ökomodellregion oder nachhaltigste Großstadt Deutschlands: Mit diesen Titeln könnte sich die Stadt Nürnberg zu Recht schmücken, denn bereits seit Anfang der 90er-Jahre wird in der Frankenmetropole Nachhaltigkeit großgeschrieben. Das zeigen zahlreiche Projekte, Aktionen, Kampagnen, die Nürnberg in Kooperationen in den vergangenen Jahren lanciert und damit echte Meilensteine gesetzt hat. Das große Engagement für Nachhaltigkeit wurde daher 2016 auch mit einer Auszeichnung belohnt: Nürnberg erhielt den deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Großstädte. Konsequent wird dies in vielen Bereichen umgesetzt. Umfassende Informationen liefert dazu der Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Nürnberg. Die Palette reicht von Ökostrom für die Stadtverwaltung über eine Mehrwegpflicht bei Veranstaltungen und kompostierbare Obst- und Gemüsebeutel aus nachhaltigen Rohstoffen für die Nürnberger Märkte bis zum Einsatz von elektrischen Lastenfahrrädern für die Stadtlogistik. Im gemeinsamen Engagement mit Partnern aus der aktiven Bioszene werden die Aktivitäten immer weiter ausgedehnt. Inzwischen wurde der Bioanteil bei Mahlzeiten in Kindertagesstätten und Schulen massiv erhöht und neue Projekte, wie „Stadt, Land, Beides“ – ein Projekt zur solidarischen Landwirtschaft – oder „Rent-a-Huhn“ angestoßen. Veranstaltungen wie die Eventreihe „BIOFACH trifft Nürnberg“ und das große Biofest „Bio erleben“ auf dem Hauptmarkt vom 24. bis 26. Juli 2020 sollen immer mehr Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen.

Die Metropolregion Nürnberg beherbergt auch vier von insgesamt zwölf Ökomodellregionen Bayerns. Das große Ziel: Die Fläche des Ökolandbaus soll von derzeit 7 % auf 25 % der gesamten Landwirtschaft im Jahr 2026 erhöht werden. So soll der Bedarf an saisonalen Lebensmitteln zunehmend aus dem Umland gedeckt werden. Nach Einschätzung des Bund Naturschutz (BN) hat die Region gute Chancen, sich zu einem Zentrum des ökologischen Landbaus in Deutschland zu entwickeln.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)