20.11.2020

Neuartige Softwarelösung für virtuelle Messen

Die Frankfurter Buchmesse fand in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie erstmals digital statt. Die Messeorganisatoren wollten den wichtigsten Branchentreff von Verlagen, Buchhandel und Medien nicht ganz ausfallen lassen und so kam es zumindest zu einer virtuellen Messe mit Lesungen, die im Livestream durch die Welt gingen.

Jugendschutzgesetz neu

Dies könnte auch für andere Messen ein Modell sein, wenn Kontaktbeschränkungen künftig eine Messe vereiteln. Dafür gibt es seit Kurzem eine neue Softwarelösung, die virtuelle Messen ermöglicht, die V-Messe. Dabei handelt es sich um eine virtuelle Eventplattform, mit der es möglich ist – ähnlich wie bei realen Veranstaltungen –, Events in einer ortsungebundenen, mehrdimensionalen Erlebniswelt durchzuführen und dabei alle digitalen Vorteile voll auszuschöpfen. Entwickelt hat sie der Spezialist für Marketing-Automatisierung und Produktdaten-Kommunikation Apollon gemeinsam mit der Stuttgarter Werbeagentur echolotGROUP.

Im Unterschied zu anderen Anbietern von virtuellen Messen können bei der V-Messe Veranstaltungen interaktiv gestaltet werden. Da der zwischenmenschliche Aspekt eine zentrale Rolle spielt, ist die Software so konzipiert, dass sich die Messebesucher wie bei einer echten Messe auf dem virtuellen Gelände bewegen können. Sie können Stände besuchen, Ausstellungsstücke und Produkte wie bei einer realen Messe unter die Lupe nehmen und gleichzeitig die digitalen Vorteile nutzen. Darüber hinaus ermöglicht die Software den Austausch zwischen den Besuchern sowie Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen oder Round Tables mit virtueller Teilnahme.

Die Digitalisierung war natürlich auch schon vor der Corona-Krise auf dem Vormarsch; durch den Lockdown und die Vermeidung von persönlichen Zusammentreffen ist die Nutzung digitaler und virtueller Möglichkeiten bei Besprechungen, Konferenzen, Vorträgen und eben auch Messen enorm vorangeschritten. Diese zusätzlichen Formen der Kommunikation werden vermutlich auch in Post-Corona-Zeiten stärker genutzt werden. Im Zuge der globalen Vernetzung und des Klimaschutzes bieten virtuelle Formen große Vorteile. Denn gerade Besucher internationaler Messen sind dann nicht mehr ortsgebunden, sparen Reisezeit und -kosten und tragen zur CO2-Senkung bei. Und auch kleinere Unternehmen können preisgünstig an der virtuellen Messen teilnehmen, was ihnen bei größeren Messen vielleicht bisher versagt blieb.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)