23.04.2021

Nachhaltigkeit als Chance für den Tourismus der Zukunft

Die Tourismusbranche ist eine der momentan am stärksten unter der Pandemie leidenden und betroffenen wirtschaftlichen Bereiche. Dennoch blickt die Branche mit konstruktiven Ideen in die Zukunft, wie ein aktuelles Branchentreffen, das Green Tourism Camp, zeigte. Dort wurde nicht über die desolate Situation im Lockdown lamentiert, sondern über innovative Lösungsansätze für die Branche nachgedacht.

Kompass mit Wort "Stategie"

Gerade während der Pandemie rückte das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus stärker in den Fokus. Während des virtuellen Treffens Mitte März ging es um die Schwerpunktthemen Nachhaltigkeit in Tourismus, Hotellerie, Veranstaltungsmanagement sowie der Zulieferindustrie. Die Organisatoren beobachten, dass die Corona-Pandemie das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im touristischen Kontext gefördert hat, sowohl auf der Kunden- als auch auf der Anbieterseite. Zu den Themenschwerpunkten zählten daher unter anderem die Reformierung der Unternehmenskultur, der Aufbau einer Community zum Austausch von aktuellen Entwicklungen und Erkenntnissen zu Nachhaltigkeit im Tourismus, die Vermarktung nachhaltiger Angebote und die Integrierung von Nachhaltigkeit in der Ausbildung von Fachkräften.

Auch bei den Sponsoren fanden sich Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, wie zum Beispiel ein Schweizer Anbieter für nachhaltige Matratzensysteme, die Hygiene, Komfort und Wirtschaftlichkeit verbinden, außerdem Greenpeace Energy, ein nachhaltiger Energieversorger in Form einer eingetragenen Genossenschaft, Wirelane, ein Anbieter von benutzerfreundlichen Ladestationen mit intuitiver Benutzeroberfläche, Desiretec, ein Technologieexperte zur Steigerung von Direktbuchungen im Hotel, sowie Klimapatenschaften, die sich darauf spezialisiert haben, Unternehmen und andere Organisationen auf dem Weg in die nachhaltige Entwicklung zu begleiten. Eine Klimapatenschaft sorgte außerdem dafür, dass das Green Tourism Camp vollständig klimaneutral durchgeführt wurde.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)