28.11.2019

Müde Mitarbeiter motivieren

Sie kennen das sicher: Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Familienfeste nahen – und schon sind viele Ihrer Mitarbeiter gar nicht mehr so richtig bei der Sache. Das ist ja auch verständlich. Aber damit Ihr Team nicht in derselben Stimmung ins neue Jahr startet, ist der Dezember trotzdem ein guter Monat, um müde Mitarbeiter noch einmal so richtig zu motivieren. Hier einige (ungewöhnliche) Beispiele, wie Sie Ihre Unternehmenskultur für das nächste Jahr jetzt schon verbessern können.

Menschen reichen die Hände

Wie wäre es mit einer unerwarteten Stunde Freizeit? Das funktioniert so: Suchen Sie sich einmal in der Woche eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter aus, die oder der Ihnen besonders gestresst vorkommt. Übernehmen Sie für eine Stunde ihre bzw. seine Aufgaben und sagen Sie damit: „Du arbeitest hart, das weiß ich zu schätzen – nimm dir eine Stunde frei und komm ausgeruht zurück, um wieder effektiver mitarbeiten zu können.“

Eine andere Idee: Denken Sie darüber nach, eine „Schlechter-Tag-Tafel“ an zentraler Stelle in Ihren Büroräumen zu installieren. Auf dieser Tafel sind die Namen sämtlicher Mitarbeiter mit einem Magneten befestigt und können verschoben werden. Damit wird angezeigt, wer unter starkem Stress steht, wer gerade mit persönlichen Problemen zu kämpfen hat, sich mit schwierigen Themen abmüht oder Ähnliches. Einerseits kann die Tafel als Warnsystem für andere herhalten – aber andererseits haben so auch alle Mitarbeiter die Möglichkeit, jeden zu unterstützen und aufzumuntern, der einen „schlechten Tag“ hat.

Und zu guter Letzt: Eröffnen Sie einen Kalender für 2020, in dem Sie sich wichtige Ereignisse im Leben Ihrer Mitarbeiter vermerken. An jedem dieser Tage senden Sie dann Karten oder Blumen: zum Beispiel Karten am Geburtstag eines Kindes, am Jahrestag des Todes eines Elternteils oder Blumen zum Namenstag des Mitarbeiters – am Geburtstag sowieso. So können Sie Ihre Mitarbeiter auf dezente Weise wissen lassen, dass sie Ihnen nicht gleichgültig sind, ohne Ihre Nase in ihre Angelegenheiten zu stecken

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)