27.04.2020

Mobile Labortests in Containern

Städte stehen momentan vor der großen Herausforderung, ausreichend Testmöglichkeiten für potenziell von Corona Infizierte anzubieten. Eine Lösung könnte in mobilen Labors bestehen, wie sie von Mobiolab derzeit angeboten werden. Hierbei handelt es sich um eine mobile Plug-and-play-Lösung für molekularbiologische Diagnostik (PCR) und insbesondere für Testverfahren auf SARS-CoV-2 und andere pathogene Erreger.

Corona-Pandemie

Solch ein mobiles Labor schafft eine beachtliche Testkapazität mit mehreren hundert Analysen pro Stunde zu einem Bruchteil der üblichen Kosten, was für die Kommunalverwaltungen von großer Attraktivität sein dürfte. Denn in Zeiten wie den jetzigen ist eine vorrübergehende Erweiterung von Testmöglichkeiten außerhalb der üblichen Institutionen unabdingbar. Diese mobilen Laborlösungen, wie von Mobiolab beispielsweise, basieren auf Seecontainern, sind sofort einsatzbereit und ermöglichen das autarke Vorgehen beim PCR-basierten Nachweis des Virus-Erbguts.

Für die derzeitige Mammutaufgabe kann eine mobile Laborlösung zur Erweiterung der dezentralen Kapazitäten ein entscheidender Baustein sein. Auch Unternehmen haben damit die Möglichkeit, ihre Belegschaft zu schützen. So lassen sich zusätzliche Testkapazitäten für Krankenhäuser, Labore und öffentliche Teststationen schaffen. Unternehmen bietet das mobile Testlabor die Möglichkeit, Proben vor Ort in unter 90 Minuten zu analysieren und so den drohenden Shutdown durch infiziertes Personal zu verhindern.

Das mobile Labor ist in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich und nicht von speziellen Firmen, Reagenzien oder Geräten abhängig. Damit ist es für Pathogene aller Art gerüstet, auch für künftige Epidemien verschiedenster Erreger. Es eignet sich für Katastrophenfälle sowie den täglichen Betrieb in der Routineanalytik. Durch die so geschaffene Vor-Ort-Analytik entfallen die Wege zwischen Probennahme und Labor – ein wesentlicher Faktor für die Qualität des Probenmaterials.

Schnelle Ergebnisse bei niedrigen Materialkosten erlauben regelmäßige Tests von Mitarbeitern oder Oberflächen von Arbeitsplätzen, Medizinprodukten und Transportmedien. Infektionen und Kontaminationen lassen sich mithilfe der eingesetzten Technologie im Gegensatz zu antikörperbasierten Tests frühzeitig erkennen. Der Nachweis einer Infektion, lange bevor eine Person symptomatisch wird, ermöglicht den rechtzeitigen Einsatz von Präventionsmaßnahmen. Damit lassen sich die Funktionsfähigkeit von Firmen und öffentlichen Einrichtungen sicherstellen und Betriebsschließungen verhindern.

Coronaviren wie SARS-CoV-2 lassen sich anhand ihres Genmaterials nachweisen. Winzige Mengen Erbgut von kontaminierten Oberflächen oder dem Rachenabstrich einer Person reichen aus, um mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ein positives Testergebnis zu erhalten. Im Gegensatz zu immunologischen Testverfahren, die auf den Nachweis von spezifischen Antikörpern und den Nachweis einer durchgemachten Erkrankung abzielen, kann die PCR den Nachweis von Spuren des Virus selbst erbringen. Gegenwärtig viel diskutierte antikörperbasierte Schnelltests erfordern neben der gänzlich anderen Zielrichtung zudem meist Blutproben und fallen durch unzureichende Spezifität auf, sodass ein positives Ergebnis häufig auch nach Infektion mit anderen, harmlosen Coronaviren zu befürchten ist.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)