28.03.2019

Körpersprache im Vortrag

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.“ Diese Binsenweisheit hat fast jeder schon mal gehört. Doch was passiert, wenn man sie umdreht?

Redner

Aus der Perspektive des Zuhörers Ihrer nächsten Rede funktioniert der Spruch so: „Achte auf die Handlungen, sie spiegeln Worte. Achte auf die Worte, sie spiegeln Gedanken.“ Aus Ihren Handlungen, also Ihrer Körpersprache während des Vortrags, und Ihren Worten wird der Zuhörer auf Ihre Gedanken schließen. Und damit schließlich auf Ihre Persönlichkeit.

Wichtig: Körpersprache nicht unterschätzen!

Ihre Körpersprache sagt für Ihr Publikum viel mehr über Ihre Persönlichkeit aus, als Sie es sich vielleicht bisher bewusst gemacht haben. Und entscheidet damit auch darüber, wie die Zuhörer die Sachverhalte und Ihren Standpunkt aufnehmen. Überlegen Sie sich also, welche Botschaft Sie übermitteln wollen (Ihre Gedanken! – siehe Binsenweisheit) und bewegen Sie sich entsprechend. Bewegen Sie sich zwischen Ihren Zuhörern, wenn Sie als einer von ihnen wahrgenommen werden wollen. Stellen Sie sich nach vorne, erhöht, wenn Sie etwas erklären müssen und die Konzentration der Zuhörer brauchen. Senken Sie Ihre Schultern, heben Sie den Blick und Ihren Solarplexus – allein dadurch werden Sie die Aufmerksamkeit auf sich halten können.

Problemzone Hände

Hände sind ein Problem für viele Redner. Damit sind Sie nicht allein. Dabei wäre es eigentlich so einfach: Lassen Sie Ihre Hände mitreden! Auch hier gehört Bewegung hin. Wer die Arme verschränkt, die Hände in die Taschen steckt oder sich 90 Minuten am Rednerpult festklammert, kann bei seinem Publikum keinen Blumentopf gewinnen. Wenn das Publikum Sie sagen hört, Sie seien offen für neue Ideen, dann müssen Sie das zeigen. Offene Gesten, freundliche Mimik, aufmerksamer Blick.

Im Grunde geht es darum: Ihre Handlungen via Körpersprache und Ihre Worte müssen zusammenpassen. Passen sie nicht zusammen oder widersprechen sie sich sogar, wird Ihr Publikum daraus schließen, dass Sie gar nicht denken, was Sie sagen. Dann können Sie sich die Rede sparen, denn sie wird Ihnen eher schaden als nutzen. Lust auf mehr? Engagieren Sie einen Trainer für Körperarbeit, der Sie auf einen Vortrag begleitet und Ihnen im Anschluss Tipps gibt. Auch eine Form von Frühjahrsputz.

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)