29.06.2020

Klimaschutz mit regionalem Ökostrom

Wichtig für die Klimaregulierung ist nicht nur das Sparen von Energie, sondern auch der an die regionalen Ressourcen angepasste Verbrauch von Energie. Einen ersten Schritt geht hier eine kleine Gemeinde bei Heidelberg: Das Städtchen Mauer bei Heidelberg setzt auf regionalen Ökostrom. Die knapp 4000 Einwohner zählende Gemeinde ist international bekannt als Fundort des „Unterkiefers von Mauer“, eines Exemplars des Homo heidelbergensis. Mauer ist aber auch Sitz des Ökostromanbieters Stromdao, der den ersten in ganz Deutschland zur Verfügung stehenden Ökostromtarif mit echtem Regionalstromverbrauch realisiert hat.

Beseitigung Eichenprozessionsspinner Kosten

Der erste intelligente Grünstromtarif mit echtem regionalem Ökostromverbrauch basiert auf dem Wissen, wann und wo in Deutschland wie viel grüner Strom erzeugt wird, postleitzahlengenau von Garmisch-Partenkirchen bis Husum und von Frankfurt an der Oder bis nach Trier. Diese Informationen werden in einem Grünstromindex gesammelt und sind dort abrufbar. Kunden können mit diesen Informationen ihren Verbrauch exakt auf die Grünstromerzeugung in ihrer Region abstimmen. Das senkt den CO2-Ausstoß und unterstützt ein ausgeglichenes Klima. Kommunen, die ihren Verbrauch auf die regionale Produktion erneuerbarer Energien abstimmen, erhalten daher auch Bonuspunkte. Mit diesem Grünstrombonus bauen sich die Nutzer im Laufe der Zeit ohne zusätzliche Kosten eine eigene Grünstromerzeugung auf, womit sich ihre Stromkosten senken. Dies funktioniert für alle denkbaren Anwendungsbereiche, sowohl für Mieter als auch für Wohnungsbesitzer, Gewerbetreibende und Immobilienbesitzer.

Hinter dem Konzept steht modernste Technik, mit Big Data, IT und Blockchain. Jeder Kunde weiß, wann in seiner Region wie viel Ökostrom erzeugt wird, und kann mit angepasstem Verbrauch aktiv das Klima schützen. Das System kennt alle erneuerbaren Energieanlagen in Deutschland mit genauem Standort, verknüpft sie mit der Wettervorhersage und erzeugt so den Grünstromindex. Der zeigt nach Postleitzahl die regionale Wind- und Sonnenstromerzeugung an, sodass Verbrauch und Erzeugung so weit wie möglich in Übereinstimmung gebracht werden und so aktiv zum Klimaschutz beitragen. Nach der erfolgreichen Einführung in Mauer will das Unternehmen auch andere Gemeinden Deutschlands über ihren Ökostromtarif mit jeweils regional zugeschnittenen Kampagnen informieren.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)