24.09.2021

Kinder nehmen Münchener Stadtbezirk unter die Lupe

Die beliebte bayerische Metropole geht einen besonderen Weg der Stadtverbesserung: mit Kindern. Im Rahmen von Stadt-Beteiligungsprojekten nehmen Kinder in München ihren Stadtteil unter die Lupe und unterbreiten der Stadtverwaltung ihre Verbesserungsvorschläge, ganz aus ihrer Sicht.

Das Münchner Rathaus

Im kommenden Jahr 2022 startet so das Stadtteil-Beteiligungsprojekt „Ran an die Koffer!“ im Münchener Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl. Unter der Ägide dreier Referate bzw. Organisationen, dem Sozialreferat/Büro der Kinderbeauftragten, dem Referat für Bildung und Sport/KITA und dem Münchener Kinder- und Jugendforum, wurde dieser große Stadtbezirk als nächster Einsatzort ausgewählt.

Im kommenden Frühjahr, von März bis Juni 2022, können Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 14 Jahren ihren Stadtbezirk untersuchen. Die Mädchen und Jungen prüfen, wie kinderfreundlich ihr unmittelbares Umfeld ist und wo es verbessert werden kann. Dazu werden für jüngere Kinder ab drei Jahren der Kita-Stadtteil-Koffer und für Schulkinder bis zirka 14 Jahren der Kinder-Aktions-Koffer zur Ausleihe im Stadtteil bereitgestellt. Die Koffer enthalten ein Equipment mit Materialien, die junge Stadtteilforschende für ihre Erkundungen, ihre Bewertungen und das Öffentlichmachen ihrer Anliegen brauchen. Das ist eine ansehnliche Ausstattung mit Digitalkameras, Tablets, Fotodrucker, Aufnahmegeräten, Klemmbrettern und Stempelsets.

Die Kinderbeauftragte der Stadt München, Jana Frädrich erklärt, warum die Bewerbung dieses Stadtteils die Juroren besonders überzeugt hat. Von Anfang an sei das große Engagement aus Bezirksausschuss und Fachbasis erkennbar gewesen, die Sichtweisen von Kindern einzuholen und ernst zu nehmen. Jetzt gilt es, möglichst viele Erwachsene zu finden, die das Stadtteil-Partizipationsprojekt „Ran an die Koffer!“ und ein Beteiligungsprojekt mit Kindern in die Planungen fürs nächste Jahr aufnehmen. Mitmachen können alle Erwachsenen, die mit Kindern in Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen, Vereinen, Kindergruppen der Pfarreien oder Initiativen aus dem Stadtbezirk arbeiten. Ziel des Beteiligungsprozesses ist, dass die Kinder ihre Perspektive auf ihren Stadtbezirk erarbeiten und zeigen, wo Verbesserungen nötig sind.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)