22.01.2021

Jahresausstellung 2021 stellt „Die nachhaltige Stadt“ vor

Die Stadt München hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu sein. Stadtentwicklung und Stadtplanung stehen dabei im Fokus. Hier zeigen sich Verantwortung und Chance zugleich, denn Städte verbrauchen viel Energie und stoßen einen großen Anteil der Treibhausgase aus. Stadtleben ist aber auch nachhaltig, weil es alle Bedürfnisse des täglichen Lebens auf engem Raum erfüllt.

Das Münchner Rathaus

In einer Ausstellung des Referats für Stadtplanung und Bauordnung zeigt die Stadt München nun, wie sie Freiräume stärkt und den öffentlichen Raum neu aufteilt, warum eine blau-grüne Infrastruktur (Bäume, Wasser, Parks) wichtig ist und wie Quartiere klimaneutral und sozial gerecht entwickelt werden. Mit dem Titel „Die nachhaltige Stadt – Stadtentwicklung, Freiraum, Klimaschutz“ beleuchtet sie – pandemiebedingt vorerst digital – vielfältige Strategien und Maßnahmen für ein nachhaltiges München von morgen. Die Ausstellung präsentiert sich über ein abwechslungsreiches digitales Angebot. Diskussionsveranstaltungen, Stadtspaziergänge und ein Jugendworkshop laden zum Dialog über die nachhaltige Stadt ein. Digitale Führungen durch die Ausstellung stellen Themen und Projekte vor. Filmclips und Bildergalerien zeigen Eindrücke aus der Rathausgalerie.

In einer digitalen Abendveranstaltung mit der Stadtbaurätin Professorin Dr. Elisabeth Merk und Gästen am 28. Januar, Beginn 18 Uhr, wird das Thema Stadt der Zukunft – Zukunft der Stadt diskutiert. München soll bis 2035 klimaneutral werden, die Verwaltung bis 2030. Wie sind Stadtentwicklung und Stadtplanung in München ausgerichtet, damit diese Klimaziele erreicht werden? Am 9. Februar geht es um das Thema Nachhaltigkeit nimmt Quartier: Beim nachhaltigen Planen und Bauen liegt der Fokus oftmals auf Neubaugebieten. Aber wie können bereits bestehende Quartiere umgestaltet werden? Am Beispiel von Neuaubing und des Prinz-Eugen-Parks soll diese Frage beantwortet werden. Neue Wege für den öffentlichen Raum stehen am 24. Februar auf dem Programm. Der öffentliche Raum macht eine Stadt lebenswert und hat für die Umwelt wichtige Funktionen. In der Stadt ist er allerdings ein knappes Gut und muss neu gedacht werden. Wie kann der öffentliche Raum geschickt genutzt und gerecht verteilt werden?

Zudem finden digitale Stadtspaziergänge in Form von einstündigen Touren statt, sie starten um 16 Uhr via Zoom. Die Architektin Claudia Neeser von guiding architects munich trifft auf Experten, die ein- zelne Projekte aus der Jahresausstellung vorstellen. Über eine Chat-Funktion können Fragen gestellt werden. Weitere Programmpunkte zu den Themen Grün in München, Projekte der Nachverdichtung oder Neuperlach − ein Stadtteil im Wandel finden bis zum 5. März statt. Einstündige digitale Ausstellungsführungen finden via WebEx statt und beginnen immer um 17 Uhr. Der PlanTreff und Experten aus den Fachabteilungen des Referats für Stadtplanung und Bauordnung präsentieren ausgewählte Inhalte der Ausstellung und Eindrücke aus der Rathausgalerie.

Auch eine Sonderveranstaltung für Jugendliche ist vorgesehen. In einem digitalen Workshop erarbeiten Schüler und Schülerinnen der 7. bis 10. Klasse gemeinsam das Thema „Nachhaltige Stadt“ und zeigen ihre Wünsche zu Freiräumen in der „Grünen Stadt der Zukunft“. Die Lehrkräfte erhalten im Vorfeld ein Materialpaket. Die Ergebnisse werden am Donnerstag, 11. Februar, von Stadtbaurätin Elisabeth Merk digital vorgestellt und mit ihr diskutiert. Der Jugendworkshop wird gemeinsam mit Green City e.V. organisiert.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)