24.05.2017

Ist Ihre Stadt barrierefrei? Wirklich? Machen Sie den Selbsttest und bewerben Sie sich jetzt bei den Sozialhelden!

Barrierefreiheit, Niederschwelligkeit, Unmittelbarkeit: Immer wieder wirren unterschiedliche Begriffe durch den Alltag der deutschen Städte. Doch wie barrierefrei sind unsere Städte wirklich? Eine Lösung kann immer nur mit den Betroffenen gemeinsam gefunden werden.

Rollstuhlzeichen auf Pflaster

Die Möglichkeit an gesellschaftlicher Teilhabe ist immer auch gebunden an die schlichte Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung. Wenn ich als Mensch mit eingeschränkter Mobilität ein Museum besuchen möchte, muss es ganz einfach erst einmal eine Rampe oder andere Zugangsmöglichkeiten geben, die ich nutzen kann. Doch viele Städte erliegen dem Irrglauben, damit sei bereits alles erledigt. Wie es anders gehen kann, zeigen die Sozialhelden.

Barrierefrei reisen: wheelmap.org

Informieren Sie sich beispielsweise mal auf wheelmap.org darüber, ob Ihre Gemeinde rollstuhlgerecht ist und welche Örtlichkeiten es für Menschen mit Behinderung überhaupt gibt, die sie barrierefrei aufsuchen und damit nutzen können. Auf dieser Plattform können Menschen mit eingeschränkter Mobilität selbst schauen, welche barrierefreien Orte es in einer Kommune gibt. Für größere Städte wie Frankfurt am Main ist das bereits gut ausdifferenziert, für kleinere Kommunen fehlt das allerdings noch.

Nehmen Sie die Herausforderung an!

Ein tolles Projekt in Ihrer Kommune kann es beispielsweise sein, sich gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der Sozialhelden auszutauschen, um gemeinsam auszuloten, welche Orte gemeinsam besucht werden können, bestenfalls in Zusammenarbeit mit Ihren kommunalen Partnern von Diakonie, Caritas und (beispielsweise) Lebenshilfe. Ermutigen Sie immer jene, die es unmittelbar betrifft, sich in Ihrem gemeinsamen Projekt zu engagieren. Sie werden erkennen, dass es den Betroffenen selbst immer am besten gelingt, Fragen aufzuwerfen, Erfahrungen einzubringen und konkrete Lösungen vorzuschlagen.

Barrierefreiheit auch als Standortvorteil

Barrierefreiheit bedeutet ja nicht nur, dass Menschen, die auf Rollstühle angewiesen sind, Ihre Angebote besser nutzen können. Vielmehr bedeutet Barrierefreiheit auch, dass Menschen mit einer generell eingeschränkten Mobilität die Möglichkeit erhalten, sich in Ihrer Kommune zu besser und einfacher zurechtzufinden. Barrierefreiheit kann also ein harter Standortvorteil für Ihre Kommune sein.

Quellen: https://kommunal.de/artikel/barrierefrei/ www.wheelmap.org

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)