21.08.2020

Intelligente automatische Bewässerungssysteme

Das Thema intelligente Wassernutzung gewinnt durch die Zunahme langer, trockener Sommerperioden immer mehr an Bedeutung. Die aktuelle Wetterlage und der Wassermangel in ganz Deutschland lassen das Thema intelligente Wassernutzung immer wichtiger werden. Aber die richtige und nachhaltige Bewässerung eines Gartens, Fußballplatzes, Parks oder Feldes ist alles andere als trivial. Zahlreiche Faktoren sind hierbei zu beachten. Mittlerweile unterstützen dabei intelligente Automatisierungslösungen Gartenbesitzer, Park- und Hausverwalter, Landwirte sowie Betreiber von Sport- und Grünanlagen.

Kunstrasenspielfeld Gesundheitsgefahren

Nicht nur Profi-Gärtner kennen das Problem: Rasen und Beete sollten möglichst frühmorgens gegossen werden, um die Verdunstung niedrig zu halten und Schnecken abzuhalten. Hausverwalter, Landwirte sowie Betreuer von Sport- und Grünanlagen müssen bei der Bewässerung weitere Einschränkungen etwa durch Nutzungszeiten der Anlagen berücksichtigen. Auf das Wässern zu verzichten, ist dabei natürlich keine Alternative: Im privaten Garten wird der Rasen durch die Trockenheit unansehnlich oder nicht benutzbar und Blumenbeete verwelken nach kurzer Zeit. Noch gravierender sind die Folgen für die Landwirtschaft. Sachsen hat daher in diesem Sommer als erstes Bundesland mit Einschränkungen bei der Wasserentnahme reagiert. Im heißen August folgten zahlreiche Gemeinden in ganz Deutschland und forderten ihre Bürger auf, sorgsam und sparsam mit dem kühlen Nass umzugehen.

Beim Einsatz von Wasser – egal ob auf kleinen privaten oder großen Flächen – sind vielfältige Faktoren zu berücksichtigen. Neben den individuellen Wasserbedürfnissen der Pflanzen und den Nutzungszeiten von Anlagen zählen dazu die Boden- und zum Teil auch die Luftfeuchte, das vorhergesagte Wetter, die Entnahmezeiten von Brunnen sowie der Füllstand von Wasserreservoirs. Besonders Letzteres kann zu einer echten Herausforderung werden, etwa wenn eine große Fläche von einem kleinen Wasserreservoir versorgt werden muss. Dann ist es sinnvoll, die Gesamtfläche in verschiedene Zonen aufzuteilen und diese zeitlich versetzt zu bewässern. All diese Faktoren können dank einer Software berücksichtigt werden. Auf Basis zahlreicher Sensordaten und weiterer Informationen wird die jeweilige und richtige Bewässerung, wie Beregnungsanlagen, Sprinklersysteme und Tropfberegnung, über separate Schnittstellen gesteuert.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)