23.01.2020

Innovative Lichtlösung für Städte

Für die moderne Städteplanung sind Klimaneutralität und unter anderem die Reduzierung des Lichtsmogs von steigender Bedeutung. Ein neues „Licht-im-Handlauf“-System kann jetzt hier Abhilfe schaffen und als innovativer Problemlöser gelten. Rund ein Jahr lang haben Lichtingenieure bei der Firma Daidalos aus Leinfelden-Echterdingen nahe Stuttgart an der Neuheit gebrütet und gearbeitet. Das Ergebnis ist eine Technologie, die Umweltschutz, Sicherheit und Ästhetik auf einzigartige Weise vereint.

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Gleich vom Start weg hat das „Licht-im-Handlauf“-System große Aufmerksamkeit erzielt. Beim kürzlich verliehenen Innovationspreis des Landkreises Esslingen schaffte es der beleuchtete Handlauf unter die ersten Zehn und damit ins Finale. Auch auf der Erfindermesse iENA in Nürnberg stieß die neue Technologie auf Interesse und wurde von der internationalen Jury mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet.

Seit etwa zehn Jahren setzen sich Handläufe mit integrierter Beleuchtung zunehmend als zweckmäßiger Trend im Metall- und Treppenbau im öffentlichen und privaten Raum durch. Bislang war der Bau jedoch eher aufwendig und entsprechend teuer. Hier bietet das neue Komplettsystem durch seine einfache Installationsweise einige Vorteile. Insgesamt sind nur vier Komponenten notwendig, die im Baukastensystem zusammengestellt werden und ineinandergreifen.

Als weitere Vorteile verspricht der Hersteller hohe Energieeffizienz dank LED, Reduktion von CO2 und Lichtsmog sowie Insektenfreundlichkeit. Mit dem beleuchteten Handlauf lassen sich Straßen, Wege, Treppen und Räume gut ausleuchten. Da das Licht im Handlauf, also etwa auf Hüfthöhe positioniert ist, wird es direkt ohne Streuung oder Schattenbildung auf die zu beleuchtende Fläche gerichtet. Das gestaltet bisher schlecht beleuchtete Wege insbesondere in Unterführungen und auf Brücken freundlicher und Passanten fühlen sich nachts auch sicherer. Die modulare Bauweise könnte für Lichtplaner und Architekten interessant sein, da sich dadurch viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für ästhetische Groß- und Kleinprojekte ergeben. Selbst lange Distanzen und vandalensichere Bauten können problemlos realisiert werden.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)