24.03.2015

In einer Reihe mit Wittenberg

Crailsheim, Schwäbisch Hall und Tübingen in Baden-Württemberg gehören jetzt zum Kreis der europäischen Reformationsstädte. Die Initiative „Reformationsstadt Europas“ zielt auf Partnerschaften zwischen Kirchen und Kommunen vor dem Hintergrund des Reformations-Jubiläumsjahres 2017.

Rotes Rathaus Berlin

Crailsheim, Schwäbisch Hall und Tübingen sind „Reformationsstädte Europas“

Die Städte Crailsheim, Schwäbisch Hall und Tübingen in Baden-Württemberg können sich künftig „Reformationsstadt Europas“ nennen. Zusammen mit Neuchatel in der Schweiz wurden sie neu in die Liste der europäischen Reformationsstädte aufgenommen. Die Liste umfasst nunmehr 21 Städte in sieben Ländern. „Wir erwarten noch in diesem Jahr, dass weitere 15 Städte dazukommen“, sagte laut einem Bericht des Pressedienstes der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) Bischof Michael Bünker, Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, in Wien. Der Zusammenschluss von 94 protestantischen Kirchen hatte das Städteprojekt im Hinblick auf das 500. Reformationsjubiläum 2017 gestartet.

Die Initiative „Reformationsstadt Europas“ zielt auf Partnerschaften zwischen Kirchen und Kommunen. Mit der Aufnahme in die Reihe der Reformationsstädte werden die historische Bedeutung der jeweiligen Kommune für die Geschichte der Reformation wie auch die vielfältigen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Reformationsjubiläum gewürdigt. Die Kooperationen umfassen die Bereiche Kunst, Kultur und Tourismus sowie Geschichte und Spiritualität. Mit dem „Europäischen Stationenweg“ will die EKD bis zu 60 Orte in das Reformationsjubiläum einbinden.

Die jetzt neu bestimmten Reformationsstädte stehen international in einer Reihe mit Genf, Straßburg oder Breslau. In Deutschland tragen neben Wittenberg, Worms und Speyer den Titel „Reformationsstadt“ bereits Coburg, Emden, Torgau und Wuppertal.

Autor: Wolfram Markus (Wolfam Markus ist Herausgeber des WEKA-Handbuchs "Kommunalpolitik")