17.02.2021

Impfmanagement ist große Herausforderung für die Kommunen

Seit Anfang des Jahres liegen die Hoffnungen hinsichtlich der Bekämpfung der Pandemie vor allem im umfassenden Impfen. Die Bevölkerung komplett durchzuimpfen wird lange dauern, produzierende Pharmaunternehmen wie Biontech und Curevac setzen alle Hebel in Bewegung, um den Impfstoff schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen. Ein positives Signal ist zudem die Bereitschaft zur Zusammenarbeit auch von anderen Pharmaunternehmen, die Impfstoffe zu vertreiben.

Corona-Pandemie

Für die Kommunen lag und liegt die Herausforderung in der Organisation von Impfzentren und der Abwicklung der Impfung an sich, damit in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Menschen vor dem Virus geschützt sind. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt, dass die Bundesregierung, Länder und Pharmaunternehmen bei einem Impfgipfel Verlässlichkeit über die voraussichtlichen Liefermengen hergestellt haben. Zentral für eine erfolgreiche Impfkampagne ist aber auch die schnelle unbürokratische Erteilung notwendiger Genehmigungen. Auch eine bessere Koordinierung bei der Terminvergabe ist notwendig.

Die Kommunen als Betreiber der Impfzentren stehen mit der notwendigen Infrastruktur bereits seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres bereit und sind dafür gewappnet, auch eine größere Zahl an Impfungen zu bewältigen. Wichtig erscheint aus Sicht von DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg, dass gerade die Vergabe der Termine besser und effizienter koordiniert wird. Das derzeitige Prozedere sorge vielfach für Verunsicherung und Unmut. Wenn Menschen trotz vielfacher Versuche keinen Termin vereinbaren können, wenden sie sich an ihre Stadt oder Gemeinde, um dort Informationen und Unterstützung zu bekommen. Das ist eine zusätzliche Belastung der Kommunen, die durch ein besseres Management verhindert werden kann.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)