26.07.2019

Ihr Hobby – mehr als pures Vergnügen?

„Durch meine Hobbys bin ich sogar besser bei der Arbeit. Sie helfen mir dabei, mir neue und innovative Wege, Dinge zu betrachten, einfallen zu lassen.“ sagt Marissa Mayer, YAHOO-Chefin. Geht es Ihnen auch so? Hoffentlich!

lachende Figuren

Laut einer Studie der San Francisco State University sind Menschen, die sich mehrmals wöchentlich in ihren Hobbys engagieren, zwischen 15 und 30 Prozent leistungsfähiger und kreativer im Job als Studienteilnehmer ohne Hobbys. Falls Sie als Chef nun denken: Wunderbar! Dann halte ich ab jetzt jede und jeden in meinem Rathaus dazu an, ein Hobby zu pflegen! Und am Ende steht mein Dreamteam – dann: stopp! – es wäre ein Fehler, ein Hobby aufzuzwingen, um so die Leistung am Arbeitsplatz zu steigern. Das bringt nämlich gar nichts. Denn zentrales Ergebnis derselben Studie war, dass der positive Effekt des Hobbys sich erst dann in der Arbeitsleistung des Ausübenden bemerkbar machen wird, wenn das Hobby auf rein freiwilliger Basis ausgeübt würde. Aus purer Lust an der Freude. Intrinsisch motiviert.

Für Sie kann das nun also bedeuten, dass Sie sich im ersten Schritt selbst ein Hobby suchen, dass Sie mehrmals wöchentlich guten Gewissens ausführen: Sei es kochen, singen, mountainbiken oder segeln – je aktiver, desto besser. Wenn der Chef ein, zwei Mal die Woche früher das Büro verlässt, um rechtzeitig auf dem Fußballplatz zu stehen, kann das die ganze Rathauskultur positiv beeinflussen. Und auch Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigen, dass Hobbys wichtig sind.

Denn auch wenn das Vergnügen so pur wie möglich sein soll, beeinflusst es Ihre Leistungsfähigkeit eben doch positiv. Was paradox klingt, weil eine Tätigkeit, die nur nutzlos betrieben werden soll, doch Nutzen bringt, ist in der Praxis gar nicht so komplex. Einfach mal ausprobieren. Das ist doch im Sommer besonders schön.

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)