27.04.2020

Hilfe bei der Suche nach ehemaligen Pflegekräften

Wenn auch bereits erste Lockerungen der Maßnahmen gegen Corona umgesetzt werden, immer noch ist kein Ende in Sicht. Bundesweit arbeiten Pflegekräfte am Rande der Erschöpfung. Mittlerweile helfen bereits Soldaten der Bundeswehr als Pflegekräfte in Altenheimen aus. Auch ehemalige Schwestern und Pfleger werden gebraucht. Dafür wurde eine Internet-Plattform eingerichtet, die ehemalige Pflegekräfte mit Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen verbindet, deren Bedarf aktuell groß ist, pflegesterne.de. Die Reproduktionszahl, d.h. wie viele Personen jeder Infizierte durchschnittlich ansteckt, entscheidet schließlich, wann eine Überlastung des Gesundheitssystems erreicht wird, in drei, sechs oder noch mehr Monaten.

Frauenauge

In dieser Zeit ist es unabdingbar, sich solidarisch zu zeigen, zu handeln und jenen zu helfen, die täglich für die Pflegebedürftigen in diesem Land da sind – die Alten- und Krankenpfleger und -pflegerinnen. Mit der Internet-Plattform können sich Hilfeanbieter und Hilfesuchende digital vernetzen und unbürokratisch zusammengebracht werden. Wenn Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen besonderen Bedarf an Pflegekräften in der Corona-Krise haben, können sie über pflegesterne.de unkompliziert und kostenlos Suchanfragen lancieren. Die Registrierung für Freiwillige als Pflegesterne funktioniert ebenso einfach: Per Klick auf einen Anmeldebutton muss man seine Kontaktdaten angeben und wo und wie man arbeiten will. Man geht mit der Registrierung keinerlei Verpflichtung ein. Sobald sich passende Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit Bedarf finden, wird man kontaktiert.

Die Initiatoren von pflegesterne.de sind der Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft (Vediso e.V.), das soziale Start-up mitunsleben GmbH und die Unternehmens- und Personalberatung contec GmbH. Unterstützt wird die Initiative von zahlreichen Organisationen wie der Caritas, kirchlichen Einrichtungen und Stiftungen.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)