24.10.2019

Gesucht: Nachhilfe in Recycling

Dass wir in Zukunft weniger Verpackungen und vor allem weniger Plastik verwenden müssen, ist mittlerweile vielen von uns klar geworden. Dabei steht das Vermeiden von Verpackungsmüll an erster Stelle. Erst dann kommt das Trennen!

wilder Müll Entsorgung

Wir Deutschen recyceln eigentlich gerne. Neben Dirndl, Vollkornbrot und FC Bayern ist der „Müll trennende Deutsche“ ein typisches Klischee, mit dem man im Ausland oft konfrontiert wird. Und das ist auch gut so. Allerdings haben sich über die Jahre bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Fehler eingeschlichen. Wer einen Blick in die öffentlichen Container wirft, dem wird schnell klar, dass es einigen Nachholbedarf gibt.

Bespiele für häufige Irrtümer: Gekochte Essensreste wandern in den Restmüll – dabei dürfen sie in die Biotonne. Thermopapier, z.B. Kassenzettel oder Fahrkarten, und Backpapier (stark beschichtet) dagegen gehören in den Restmüll – und nicht in den Papiermüll. Wer Obst und Gemüse in schwarzen Plastikschalen kauft, dem sollte klar sein: Schwarzes Plastik erkennt die Sortieranlage nicht, und so werden diese Verpackungen aussortiert und in der Müllverbrennungsanlage fälschlich verbrannt.

Es sind diese „kleinen“ Dinge, die es noch einmal zu erklären und aufzufrischen gilt. Vonseiten der Gemeinde, vonseiten der öffentlichen Hand. Eine Anregung: Gerade Kindern macht Müll trennen Spaß. Sie ins Boot zu holen – durch Veranstaltungen in Kindergärten und Grundschulen –, kann in den einzelnen Haushalten einiges bewirken. Wenn ein „echter Müllmann“ (der garantiert großes Staunen auslöst) erklärt, wie es richtig geht, wird dieses Wissen daheim weitergegeben. Und die Familie profitiert ebenso wie die Umwelt.

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)