20.05.2022

Frankfurter Feuerwehr befürchtet Sparkurs

Die Feuerwehr ist ein wichtiges Element im kommunalen Gefüge, sei es in ländlichen Regionen oder in städtischen Zentren. Wie notwendig der Einsatz von Feuerwehren in Notsituationen ist, zeigte ihr unermüdlicher Einsatz bei der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021.

Freiwillige Feuerwehr 2G

Doch nicht jede Kommune scheint dies entsprechend zu honorieren. Denn die Frankfurter Feuerwehr befürchtet einschneidende Finanzkürzungen für das Brandschutzwesen durch den Magistrat. Am 1. Mai schrieb der Vorsitzende der Kreisfeuerwehrverband Frankfurt am Main, Dirk Rübesamen, in einer Mitteilung über befürchtete Finanzkürzungen, die die Sicherheit der Bürger in Frankfurt gefährdeten. Der Kreisfeuerwehrverbandstag bekräftigte, dass die Berufsfeuerwehr und freiwilligen Feuerwehren ein „unverzichtbarer Bestandteil“ der Sicherheitsarchitektur der Mainmetropole seien. Finanzielle Kürzungen gefährdeten die Öffentlichkeit und die Sicherheit der Bürger.

Uwe Serke, feuerwehrpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, stellte sich auf die Seite des Feuerwehrverbands und erklärte, dass man die Kritik ernst nehmen müsse, da Feuerwehrleute nicht zu Übertreibungen neigten. Auf Landesebene jedenfalls sei die Garantiesumme für den Brandschutz in Hessen im Jahr 2022 auf ein neues „Rekordniveau“ von 43 Millionen Euro erhöht worden.

Während einer Versammlung des Kreisfeuerwehrverbands beklagte Rübesamen in seiner Begrüßungsrede: „Wenn kein Wasser mehr in den Schläuchen der Feuerwehren fließt, dann haben wir ein großes Problem. Wir brauchen Planungssicherheit im Katastrophenschutz.“ Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP) beteuerte dagegen, dass es mit ihr keinen Sparkurs zulasten der Feuerwehr geben werde. Markus Heuser, der Sprecher des Feuerwehrverbands, kritisierte, dass sich die Politiker mit politischen Floskeln herausredeten. Es brauche angesichts einer Häufung von Krisen vielmehr eine Stärkung der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes, auch finanziell.

Autor*in: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)