20.01.2022

Frankfurt setzt auf 2G-Bändchen auf der Zeil

Die Stadt Frankfurt hat sich etwas Besonderes einfallen lassen, um die Freude am Einkaufen nicht durch Impfnachweise zu verderben: Als Eintrittskarte zum Shoppen werden Bändchen an Kunden verteilt, die diese dann in allen besuchten Geschäften rasch und problemlos vorzeigen können. Seit dem 27. Dezember erleichtern die 2G-Bändchen die Kontrollen vor den Geschäften, denn Kunden und Kundinnen müssen nur noch das Bändchen anstelle des 2G-Nachweises vorzeigen.

Corona neue Indikatoren

Die neue Regelung erleichtert die Zutrittskontrollen in den Geschäften und verkürzt mögliche Schlangen, die ansonsten bei der Einlasskontrolle vor den Läden entstehen. Auch in anderen hessischen Städten wurde das Bändchen bereits eingeführt, wie in Bad Homburg, Wiesbaden und Darmstadt, wo das Einkaufen mit 2G-Bändchen bereits seit längerer Zeit erfolgt. Ein 2G-Bändchen erhalten Interessierte, wenn sie ihren gültigen 2G-Nachweis an einer der Ausgabestellen vorzeigen. Dort wird ihnen ein Bändchen um das Handgelenk gebunden, das das Einkaufen für die Kunden angenehmer gestalten soll. Das Bändchen gilt immer bis zum Beginn der nächsten Woche. Dann wechselt die Farbe des Bändchens im wöchentlichen Turnus.

Geschäftsinhaber der Frankfurter Innenstadt, wie Jost Wiebelhaus, Inhaber des „Frankfurter Laufshops“, begrüßen diese Idee, denn das Shoppen werde für die Kunden in Frankfurt damit einfacher. Besonders in der einkaufsstarken Zeit zwischen den Jahren sei er dankbar, dass so schnell eine gute Lösung gefunden worden sei. Der Laufshop habe durch sein Bemühen die Bändchen bereits am 23. Dezember erhalten und so pünktlich mit Ladenöffnung nach den Feiertagen mit der Ausgabe begonnen. Auch die Bürger und Bürgerinnen freuen sich über die einfache Lösung, die das hektische Entsperren des Telefons vor jedem Geschäft erspart. Trotz der Bändchen-Regelung sind Bürger und Bürgerinnen weiterhin verpflichtet, ihre gültigen 2G-Papiere mitzuführen, da das Ordnungsamt und die Polizei weiterhin stichprobenartig kontrollieren, ob Personen, die ein Bändchen tragen, auch einen gültigen 2G-Nachweis besitzen.

Zuweilen warten Ausgabestellen wie die Kundeninformation im Einkaufszentrum MyZeil auf die rechtzeitige Anlieferung der neuen Bändchen, denn durch noch nicht geöffnete Ausgabestellen und verspätete Lieferungen erhalten manche Kunden erst beim dritten Anlauf die erwünschten Bändchen. Aber es wäre auch vorstellbar, die Bändchen in anderen Bereichen wie der Kultur einzuführen. Auch Joachim Stoll, Vizepräsident des Handelsverbands Hessen und der IHK Frankfurt, kann sich eine Erweiterung der Bändchen-Regelung auf die Gastronomie und die Kultur vorstellen. Der Grund für die Einführung des Bändchens liegt darin, dass die bisherige Kontrolle des 2G-Status in jeder Verkaufsstätte viele Einzelhänderinnen und Einzelhändler stark belastet habe, wie die städtische Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) erklärt. Deshalb habe das Wirtschaftsdezernat unter anderem mit den Händlern an der Umsetzung der 2G-Bändchen gearbeitet.

Autor*in: Andrea (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)