27.01.2017

„Everybody’s Darling“ war einmal: Charmant mit Ecken und Kanten ist heute angesagt!

Wenn Menschen andere Menschen beschreiben, fällt ihnen häufig ein Wort ein: Charmant. Doch was heißt charmant? Nett? Zuvorkommend? Freundich? Sicher. Aber vielleicht auch kantig, robust, beeindruckend? Auch das. Und dabei ist das Wichtigste: Charme kann man lernen. Wie Sie das machen, erfahren sie hier.

lachende Figuren

Wer will es nicht: Charmant sein. Die Menschen freuen sich, wenn sie Sie sehen, sind gut gelaunt und plaudern gern mit Ihnen. Wer möchte das als Bürgermeister nicht? Das Gute daran: Charme kann man lernen beziehungsweise ihn steigern. Wie Sie das machen, ist dazu noch ganz einfach. Stellen Sie sich einen Menschen vor, den Sie charmant finden. Ist dieser jemand besonders attraktiv? Schon möglich – muss er aber nicht sein. Charme lässt sich nicht auf die einfache Formel Attraktivität = Charme reduzieren, sondern es setzt sich zusammen aus ganz vielen Eigenschaften eines Menschen.

Ecken und Kanten schärfen das Profil

Es gibt Menschen, die haben „das gewisse Etwas“, dem sich andere Menschen wiederum nicht entziehen können. Was dieses „Etwas“ sein kann, ist dabei völlig unerheblich. Charme bedeutet, dass Menschen andere Menschen anziehend finden, die besondere Eigenschaften, besondere Verhaltensweisen oder eine besondere Geschichte haben.

Die besondere Gabe der Unvorhersehbarkeit

Aber in einem sind sich die Menschen einig: Charme hängt immer in gewisser Weise mit dem Unvorhergesehenen zusammen: Eine plötzliche Aussage, ein willkommenes Kompliment oder eine herzliche Geste lassen Menschen charmant wirken. Es gilt aber: Tun Sie nie etwas, das Ihr Gegenüber überrumpelt oder überfordert. Überraschen Sie Ihr Gegenüber im Gegenteil immer mit etwas, das es nie für möglich gehalten hätte. Versetzen Sie sich öfter in die Situation Ihres Gegenübers und fragen Sie sich: Was ist die aktuelle Situation, und wie kann ich überraschen? Eine kleine, aber aufmerksame Geste wirkt dabei wesentlich aufmunternder als eine mit langem Vorlauf geplante Aktion. Die Wertschätzung steigt, wenn Menschen spüren, dass Sie ihre Situation beobachtet haben und daraus Schlüsse ziehen.

Die drei Attribute des Charmes

Was sind nun die drei Attribute des Charmes, die jeder Mensch lernen kann? Erstens: Offenheit und Blickkontakt. Suchen Sie immer den Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber und hakten Sie ihn, ohne zu starren. Sie werden mit der Zeit Veränderungen in Gestik und Mimik spüren und erkennen und können blitzschnell reagieren. Zweitens: Ehrliche Komplimente. Komplimente müssen sich nicht immer auf das Äußere eines Menschen beziehen, sondern können auch das Umfeld eines Ihrer Angestellten beschreiben: Ein besonders kreatives Büro oder eine geschmackvolle Einrichtung kommen in der Regel nicht von selbst, sondern sind Ausdruck von Nachdenken und Stil. Drittens: Beobachten Sie Ihr eigenes Auftreten und nehmen Sie sich nicht allzu wichtig. Nehmen Sie sich ruhig mal zurück und überlassen Sie anderen Menschen die Bühne. Sie werden sehen: Ihr Gegenüber wird sich erkenntlich zeigen.

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)