14.02.2022

Ein Tag im Zeichen der Städtebauförderung

Der 14. Mai 2022 steht ganz im Zeichen des Städtebaus. Denn deutschlandweit finden an diesem Tag Veranstaltungen zum Thema „Förderung von Städtebau und Stadtentwicklung“ statt. In einer gemeinsamen Initiative rufen Bund, Länder, Deutscher Städtetag und Deutscher Städte- und Gemeindebund zu diesem Aktionstag auf, um Bürgerinnen und Bürger über die Städtebauprojekte ihrer Städte und Gemeinden zu informieren. Kommunen können ihre Teilnahme bis zum 31. März 2022 anmelden.

Rotes Rathaus Berlin

Bundesbauministerin Klara Geywitz freut sich, dass die Zeiten, als Stadtplanerinnen und -planer über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden, erfreulicherweise vorbei seien. Bürgerinnen und Bürger müssten und wollten beteiligt werden. Einmal im Jahr dient daher der Tag der Städtebauförderung der Information über die jeweiligen Initiativen und Projekte vor Ort. Auch für die Städte und Kommunen selbst ist dies eine einzigartige Chance, denn sie können am 14. Mai ihren Bewohnerinnen und Bewohnern zeigen, was geplant und diskutiert werden wird. Klara Geywitz schätzt es, dass so viele Städte jedes Jahr diese Gelegenheit nutzen, Spannendes auf die Beine zu stellen und ins Gespräch zu kommen.

Die Vorsitzende der Bauministerkonferenz und Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg, Nicole Razavi, bekräftigt, dass die Aktivierung von Flächen zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine große Aufgabe sei. Hinzu kämen die Bewältigung der Folgen des Klimawandels und die Gestaltung resilienter Kommunen sowie die Belebung der Stadt- und Ortskerne. Sie sieht in der bewährten und von den Kommunen gesuchten Städtebauförderung das flexible Instrument, Städte und Gemeinden bei ihren Vorhaben zu unterstützen.

Auch Ralph Spiegler, der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, sieht in dem alljährlichen Tag ein wichtiges Instrument. Denn die Städtebauförderung habe das Bild der Städte und Gemeinden in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend mitgeprägt. Seit 1971 habe sich die Städtebauförderung als Erfolgsmodell und wirksame Anreizsteuerung im Bereich der Stadtentwicklung erwiesen. Auch er sieht die wichtigsten Handlungsfelder in einer klimagerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung sowie in der Stärkung und Sicherung der Innenstädte und Ortskerne.

Der Erfolg spricht für sich. Im vergangenen Jahr haben sich mehr als 400 Kommunen beteiligt. Pandemiebedingt konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger überwiegend in virtuellen, aber auch analogen Veranstaltungen die Ergebnisse der Städtebauförderung mit ihren Programmen erleben. Geboten waren so beispielsweise Stadtrundgänge, Besichtigungen, Audio-Walks, Online-Dialoge, virtuelle Gesprächsrunden und Stadtrallyes. Zur Teilnahme eingeladen sind neben den Programmkommunen alle Einrichtungen und Organisationen, Vereine, Fachverbände, Sanierungsträger, Kulturschaffende, Eigentümer und Einzelhändler. Mit den Veranstaltungen und Aktionen am „Tag der Städtebauförderung 2022“ soll die nachhaltige Stadtentwicklung breit unterstützt werden. Die Anmeldung ist wie in den vergangenen Jahren unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de möglich.

Autor*in: Andrea (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin.)