23.08.2019

Ehrenamt unterstützen – Engagement fördern

Als Bürgermeisterin oder Bürgermeister können Sie dafür sorgen, dass es denjenigen in Ihrer Gemeinde, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, möglich ist – oder zumindest erleichtert wird. Insbesondere für Erwerbslose, Geflüchtete und Jugendliche können Sie sicherlich noch etwas tun. Hier Ideen für diese Zielgruppen.

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Erwerbslose unterstützen

Gerade Erwerbslose können im Ehrenamt Würdigung und Anerkennung erfahren, die ihnen im Arbeitsleben fehlt. Daher sollte ihre ehrenamtliche Tätigkeit beispielsweise nicht durch auferlegte Anwesenheitspflichten eingeschränkt werden. Das Ehrenamt ist schließlich wichtiger Beitrag für die Zivilgesellschaft und muss entsprechend anerkannt werden.

Teilhabe von Geflüchteten

Für Geflüchtete ist das Engagement in Vereinen und Verbänden die Chance, ein aktiver Teil der Gesellschaft zu werden, ihre eigenen Interessen zu vertreten und sich in einem geschützten Raum zu bewegen. Das Ehrenamt bietet ihnen die Möglichkeit, Verantwortung innerhalb bestehender Strukturen zu übernehmen. Die Gemeinde sollte sich dafür stark machen, Hürden wie die Residenzpflicht möglichst niedrig zu gestalten.

Freistellung von Jugendlichen

Engagierte Jugendliche, die sich noch in Schule oder Ausbildung befinden, sollten für ihre Tätigkeit unkompliziert und nachteilsfrei freigestellt werden. Eine schriftliche Bestätigung des Trägers der ehrenamtlichen Arbeit sollte dazu ausreichen – in der Gemeinde muss klar sein, dass das Engagement der Jugendlichen ausdrücklich erwünscht ist und dass auch von oberster Stelle im Rathaus Vertrauen in ihre Eigenverantwortlichkeit besteht.

Autor: Magdalena Herbrecht (Magdalena Herbrecht ist Kulturwissenschaftlerin und Fachjournalistin für Energie/Nachhaltigkeit.)