Fachbeitrag | Information 19.12.2016

Der transparente Kalender. Instrument für alle Zeiten des Politischen – nicht bloß im Wahlkampf

Kommunikation mit dem Wähler wird immer schwieriger. Dabei kann es so einfach sein mit den Wählern in Kontakt zu bleiben um Vertrauen auf- und Distanz abzubauen. Mit dem Mittel des offenen Kalenders sind Sie in Ihrer Arbeit transparent und sichtbar – schnell, effektiv und vor allen Dingen kostengünstig. Wie Sie das erreichen, erfahren Sie hier.

Hand auf Tastatur

Sie alle haben mit Sicherheit schon einige Male den Vorwurf gehört „Ihr da“ in Berlin, München oder auch Kassel, „ihr macht doch eh noch was ihr wollt!“. Bürgerinnen und Bürger fühlen sich manchmal schnell von der Welt der „großen Politik“ abgehängt und nicht (mehr) wahrgenommen. Meist ist „die Politik“ das, was in den Tagesthemen läuft oder in Zeitungen wie der FAZ oder der Zeit steht. Doch das ist nicht immer richtig. Politik ist häufig ein wuseliger und spannender Betrieb der in der Regel dort stattfindet, wo es die Menschen eben am wenigsten vermuten: Vor der eigenen Haustür. Dabei kann es als politischer Mensch wie Sie einer sind leicht sein, die Menschen vor Ort mit aktuellen Informationen zu Ihrer Arbeit zu versorgen: Mit Wochen(end)- und Montagsmails.

Der transparente Terminkalender

Als Abgeordneter kennen Sie das: Sie haben morgens eine große Büroeinheit mit Aktenstudium, mittags ein Essen mit einem Bürgermeister Ihres Wahlkreises, nachmittags eine Betriebsbesichtigung und abends eine kommunale Plenar- oder Ausschusssitzung. All das steht in Ihrem Kalender, fein säuberlich geordnet. Als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker kommt hinzu, dass Sie tagsüber auch noch Ihrem Hauptjob nachgehen – oder beginnt Ihr Arbeitstag (gefühlt) nicht eigentlich erst abends?

Google- Kalender

Wie auch immer: Lassen Sie die Bürger an Ihrem abwechslungsreichen Arbeitsalltag teilhaben und legen Sie Ihre relevanten Termine offen. Mit dieser einfachen aber effektiven Methode geben Sie den Menschen die Chance Ihre Arbeit in einem ganz anderen Licht wahrzunehmen. Google- Kalender eignen sich hierfür beispielsweise sehr gut: Mit wenigen Klicks ist ein Google- Kalender mit Hilfe eines Google- Accounts angelegt. Danach müssen Sie lediglich noch festlegen, dass Ihr Kalender öffentlich sein soll und schon kann es losgehen: Mit der dazugehörigen App können Sie Ihren öffentlichen Kalender bequem von überall aus führen und füttern. Lassen Sie die Menschen wissen, wann Sie eine Schule oder einen Betrieb besuchen, mit wem Sie warum ein Arbeitstreffen haben (denken Sie immer an die Zustimmung des Dritten bei namentlicher Nennung!) und wann Sie auch mal Zeit für sich und Ihre Familie haben. Aber denken Sie daran: Private Termine sind noch ohne Grund privat. Wenn Sie einen Termin bei Ihrer Hausbank haben oder einen Termin mit dem Arzt Ihres Vertrauens gesetzt haben, geht das niemanden etwas an. Finden Sie immer die richtige Balance zwischen politisch Relevantem und privat Nötigem.

Meine Woche – Kommen Sie dazu!

Ein ebenso effektives und kostengünstiges Mittel zur Transparenz mit dem Wähler sind Wochenmails. Egal ob zum Auftakt oder zum Abschluss einer Woche: Halten Sie Kontakt zum Wähler – Keep in touch! Pflegen Sie grundsätzlich alle Mailadressen die Sie bekommen, unter Einhaltung strenger Datenschutzrichtlinien, in ein Programm für Ihre Mails ein und halten Sie Ihre Wähler einmal in der Woche (oder zur Not auch einmal im Monat) auf dem Laufenden. Berichten Sie, bestenfalls mit Bildern, über Termine, Aktionen und künftige Ereignisse in Ihrer Arbeit. Sie werden sehen, dass viele Menschen ein echtes Interesse an Ihrer Arbeit haben und Sie mit einfach Mitteln und kleinen Tricks Distanzen abbauen können. Probieren Sie es einfach mal aus.

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)