24.05.2017

Der Handel in den Innenstädten stirbt aus! Doch muss das sein? Nicht unbedingt – mit diesen simplen Tipps!

„Geschäfte in Städten sind Mittelalter. Sie [...] wurden erfunden, weil es noch kein Internet gab.“ So ähnlich hat sich Oliver Samwer, Chef des Internetgiganten „Rocket Internet“, geäußert. Dabei haben Innenstadtgeschäfte in der Tat seit Langem mit Umsatzrückgang und dem Fernbleiben der Kunden zu tun. Wie Sie als Kommune gegensteuern können, erfahren Sie hier.

Frankfurter Römerberg mit Rathaus

Eine neue Studie des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung zeigt: Das Sterben der Innenstädte wird in allen Bereichen der Kommunalpolitik beklagt. Dabei gehen Steuereinnahmen verloren, das Stadtbild ändert sich, und die Lebensqualität sinkt. Menschen haben in der Gegenwart schlicht keine Zeit mehr, außerhalb des Online-Handels einzukaufen; und das ist ja auch so bequem: Alles wird geliefert, alles kann mittlerweile kostenfrei zurückgesendet werden. Mit diesen einfachen Tipps können Sie als Kommune ihren Handel wieder unterstützen.

Online kann wieder offline werden

Viele Menschen suchen sich Waren gern online aus, kaufen dann aber lieber wie gewohnt offline. Das Bestellen und Zurücksenden in allen Ehren: Mit einem gewissen Aufwand ist es dennoch verbunden. Im Laden haben sie ein Mehr an Auswahl unmittelbar verfügbar: Als Kommune können Sie beispielsweise dafür sorgen, dass die Highlights der Geschäfte, die in Ihrem Stadtgebiet liegen, online über ein eigenes Kommunalportal sichtbar sind.

Angebote müssen bekannt und erreichbar sein

Wichtig für Geschäfte ist, dass ihre Angebote überhaupt wahrgenommen werden. Ein Angebot kann noch so gut sein, wenn es nicht wahrgenommen wird, verpufft es. Initiieren Sie also regelmäßig einen Stadtmarketing-Kreis, der es Ihnen ermöglicht, unmittelbar mit Ihren Unternehmern vor Ort zu kommunizieren. Netter Nebeneffekt: Auch die Unternehmen untereinander können sich austauschen, Strategien besprechen und auch an Sie konkrete Wünsche richten.

Grundvoraussetzung: Die Angebote müssen erreichbar sein. Flankieren Sie also die mit den lokalen Unternehmen getroffenen Strategien mit Möglichkeiten, wie die Menschen zu den Angeboten gelangen können. Ein Beispiel: Eigens eingesetzte Einkaufsbusse zu den Geschäften für Menschen aus der Peripherie Ihrer Stadt oder bereitgestellte städtische Räume, in denen Menschen ihre Einkäufe sicher abstellen können.

Sie werden sehen: Menschen lieben das persönliche und menschliche Shoppen und werden es Ihrer Kommune danken.

Quelle: https://kommunal.de/artikel/einzelhandel-tipps/

Autor: Benjamin Heimerl (Benjamin Heimerl ist Wahlkampfberater und Autor von „Praktische Redenbausteine für Bürgermeister“.)