23.10.2020

Christkindlmarkt ja oder nein?

Wir leben in unsteten Zeiten und nichts ist planbar wie in den Zeiten vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Zu den unsicheren Faktoren zählen alle Zusammenkünfte von größeren Menschengruppen. So auch die bald anstehenden Christkindlmärkte. Die Stadt München hat unlängst beschlossen, wie das Original unter den Münchener Weihnachtsmärkten, der Münchner Christkindlmarkt am Marienplatz, auch im Corona-Jahr 2020 stattfinden kann

Ladenöffnung Sonntag Weihnachtsmarkt

Die generelle Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Entwicklung der Infektionszahlen entsprechend verhält. Die notwendige Entzerrung wird dem Markt auf dem Marienplatz vor dem Rathaus eine andere Atmosphäre verleihen als gewohnt. Mit den zuständigen Behörden wurden die Auflagen, die für die Durchführung des Münchener Christkindlmarkts zu beachten sind, abgestimmt. Sie haben sich bereits bei dem Programm „Sommer in der Stadt“ bewährt.

Im Rahmen der Entzerrung müssen auf dem Marktgelände zwischen den Ständen und auf den Wegen Abstände von mindestens 5 bis 10 Metern geschaffen werden, damit der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern und Besucherinnen eingehalten werden kann. Die Lösung am Marienplatz besteht in kleineren Buden, die an den gewohnten Gassen liegen, was ein möglichst gewohntes Bild des Christkindlmarkts gestatten soll.

Insgesamt wird das Christkindlmarktgelände erheblich erweitert. Hinzu kommen die Fußgängerzone bis zum Karlstor (Stachus) und die gesamte Sendlinger Straße. So kann die Anzahl der zugelassenen Marktkaufleute gegenüber den Vorjahren konstant bleiben. Zudem werden die Freischankflächen der sich im Marktbereich befindlichen Gaststätten integriert. In den sogenannten „Gastroinseln“, abgegrenzten Gastronomiebereichen mit Stehtischen, müssen sich die Gäste registrieren lassen. Nur hier dürfen alkoholische Getränke konsumiert werden. Beim Verkauf an den Buden müssen die Besucher Mund-Nasen-Schutz tragen, kontrolliert wird alles vom aufgestockten Sicherheits- und Ordnungsdienst.

Autor: Andrea Brill (Andrea Brill ist Pressereferentin und Fachjournalistin für Garten- und Landschaftsarchitektur.)